VERGÜTUNG AKTUELL
Bessere Vergütung für Manager in Amerika

Manager von deutschen Tochtergesellschaften in den USA werden leicht besser bezahlt als in vergleichbaren Geschäftseinheiten amerikanischer Firmen, aber deutlich schlechter als Führungskräfte unabhängiger US-Firmen

uh HANDELSBLATT. Das ist das Ergebnis einer Vergütungsstudie der US-Unternehmensberatung J.R. Bechtle & Company, an der 270 deutsche, schweizerische und österreichische Unternehmen mit Töchtern in den Staaten teilnahmen. Demnach verdiente der Vorstand einer deutschen Tochtergesellschaft je nach Umsatzstärke des Unternehmens zwischen zehn und 50 % weniger als der President einer US-Firma. Im Vergleich zum Einkommen eines weisungsgebundenen US-Divisionsleiters erhielt der deutsche Vorstand zwischen 15 % mehr und 15 % weniger. Vermehrt betonen deutsche Firmen in den USA den variablen Teil des Vergütungspaketes. Dabei besteht dieser fast ausschließlich aus einem eher kurzfristig orientierten Jahresbonus. Rund 87 % der Manager von deutschen Töchtern waren 1999 bezugsberechtigt.

Bei der Höhe der Einmalzahlung besteht ein signifikanter Unterschied zwischen deutschen Ablegern und US-Firmen: Während selbst auf Vorstandsebene der Bonus bei den Tochtergesellschaften nur knapp über einem Drittel und auf der zweiten Geschäftsführungsebene um die 20 % lag, erhielten Chefs von US-Firmen im Schnitt einen 55-Prozent-Bonus und die zweite Ebene zwischen 26 und 40 %. Darüber hinaus bietet die Hälfte der amerikanischen Unternehmen laut der Studie langfristig ausgelegte Vergütungsprogramme wie Aktienoptionspläne, die die Manager an der Wertsteigerung der Firma teilhaben lassen. Bei den deutschen Tochtergesellschaften geben nur 13 % ihrem Management die Möglichkeit einer Aktienbeteiligung oder Optionen auf Aktien. Die Höhe der Beteiligung liegt für den Vorstand im Schnitt bei neun % und beim Management der zweiten Reihe bei 3,6 % des Firmenwertes. Insgesamt wurde für 1999/2000 bei den deutschen Tochtergesellschaften eine Gehaltssteigerung von durchschnittlich 4,4 % festgestellt, für 2000/2001 wird eine Anpassung des Grundgehalts von 4,5 % erwartet. US-Firmen rechnen mit einem Zuwachs von 5,6 %. Die "Vergütungsstudie 2001 für das Führungspersonal deutscher, schweizerischer und österreichischer Tochtergesellschaften in den USA" kann für 1 300 Mark bei J.R. Bechtle & Company, Fax 0 01/6 17/7 22 41 30, www.jrbechtle.com, bestellt werden.

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