Verhaltene Prognosen
Jahresüberschuss bei Voith deutlich gestiegen

Der Maschinen- und Anlagenbaukonzern Voith hat seinen Wachstumskurs im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/2001 (30.9.) fortgesetzt.

dpa STUTTGART. Durch organische Zuwächse und Übernahmen kletterte der Umsatz um 31 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss stieg um 18,1 Prozent auf 112 Millionen Euro. "Im laufenden Geschäftsjahr werden wir trotz schlechter Zeiten nur leicht unter dem Vorjahr liegen", sagte Hermut Kormann, Vorstandsvorsitzender der Voith-Gruppe (Heidenheim), am Mittwoch in Stuttgart.

Begleitet wurde die Pressekonferenz von einer Demonstration der IG Metall Neuss. Die Gewerkschafter befürchten nach der Übernahme des Bereichs Papiertechnik von der Jagenberg AG im Januar einen drastischen Stellenabbau und die Schließung des Standorts Neuss. Vor wenigen Wochen hatte Voith bekannt gegeben, dass der Bereich Teilefertigung bei Jagenberg geschlossen und die Mehrzahl der 170 Arbeitsplätze abgebaut werde.

Kormann bestätigte in Stuttgart, dass der Konzern die strukturellen Probleme bei Jagenberg sofort lösen müsse. "Es geht darum, Strukturen zu schaffen, die zukunfts- und rezessionsfähig sind", sagte er. An den Rollenschneider- und Streichmaschinen habe das Unternehmen langfristig Interesse, nicht aber am Bereich Querschneider. Dort sind laut IG Metall 110 Mitarbeiter beschäftigt. Insgesamt werde die Zahl der Mitarbeiter im Konzern aber konstant bei rund 23 000 bleiben.

Auch der Umsatz werde sich nur leicht verschlechtern. In der Summe erwarte Voith einen Rückgang von Umsatz und Auftragseingang im noch einstelligen Bereich. "Wir planen, dass wir durchkommen, aber in diesen Zeiten kann ein Jahr sehr lang sein", betonte Kormann. Auf Grund der langfristigen Auftragslage bei Voith - Produkten wie Papier- und Wasserkraftwerke werde die Gruppe eine weitere Verschlechterung der Gesamtwirtschaft jedoch erst im Geschäftsjahr 2002/2003 spüren. Der Auftragseingang im vergangenen Jahr stieg nach den Worten von Finanzvorstand Hermann Jung von 2,7 Milliarden Euro auf den Rekordwert von 3,2 Milliarden Euro.

Kormann begründete die trotz der schlechten Wirtschaftslage gute Position des Konzerns mit dem zunehmenden Anteil des Produkt- und Servicegeschäftes am Umsatz, der starken Marktposition in unterschiedlichen Branchen wie Papier, Energieerzeugung und Transport sowie der internationalen Präsenz, besonders in China und Brasilien.

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