Verhaltener Ausblick
Software AG gibt verhaltene Prognose ab

Der Softwarehersteller Software AG hat Gewinn und Umsatz im abgelaufenen Quartal deutlich gesteigert, seine Umsatzplanungen für das Gesamtjahr aber gesenkt und eine verhaltene Prognose für 2002 abgegeben.

Reuters DARMSTADT. Die ursprüngliche Planung, im Gesamtjahr 2001 rund 600 Mill. Euro umzusetzen, werde wohl nicht ganz erreicht, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Kunden hätten ihre Aufträge mit Verweis auf die unklare Entwicklung der Weltmärkte verschoben. Bereits im dritten Quartal 2001 sei das Wachstum "uneinheitlich" gewesen. Der Überschuss ging hier vor allem auf Grund von Sondereffekten deutlich zurück. Der Aktiekurs der Software AG startete mit deutlichen Verlusten in den Handelstag.

Im abgelaufenen Quartal erwirtschaftete das Unternehmen ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von 30,2 Mill. 64 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Umsatz kletterte um 37 Prozent auf 141,5 Mill. Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt ein Ebitda in dieser Höhe und einen Umsatz von knapp 146 Mill. Euro prognostiziert.

In den ersten neun Monaten steigerte die Software AG damit ihren Umsatz um 43 Prozent auf 429 Mill. Euro und ihr Ebitda um mehr 71 Prozent auf 83,4 Mill. Euro. In Folge außerordentlicher Posten und Goodwill-Abschreibungen fiel dagegen in den ersten neun Monaten das Vorsteuerergebnis um rund die Hälfte auf 40,7 Mill. Euro. Zudem seien in den Vorjahreszahlen Sondererträge aus Beteiligungsverkäufen enthalten gewesen, hieß es. Der Überschuss sank bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 49 Prozent auf 22,4 Mill. Euro. Das Ergebnis je Aktie schrumpfte um 50 Prozent auf 84 Cents.

Unter Verweis auf die weltwirtschaftlich unsicheren Lage hielt sich die Software AG mit ihrer Prognose für die weitere Geschäftsentwicklung zurück. Es werde noch mit einem Umsatzwachstum von etwa 40 Prozent gerechnet, bei der operativen Umsatzrendite soll noch ein Wert von über 20 Prozent erzielt werden. Im kommenden Jahr werde eine Erholung beziehungsweise Belebung der Nachfrage nach IT-Produkten frühesten ab Mitte des Jahres gesehen. Daher werde lediglich 2002 ein Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich erwartet, hieß es.

Der Frankfurter Aktienmarkt reagierte negativ auf die Mitteilung der Software AG. Das Papier sank zur Eröffnung um vorübergehend zehn Prozent und pendelte sich dann bei einem Minus von knapp vier Prozent beziehungsweise 46,50 Euro ein. Der Gesamtmarkt tendierte bis dahin etwas schwächer.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%