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Verhaltener Wochenausklang

Die Futures in New York schrumpfen dahin. Ausgelöst durch den positiven Zwischenbericht des Chipherstellers Intel standen die Zeichen an der Wall Street zunächst auf Sonnenschein. Kurz vor Handelsbeginn sind dann mit einigen Unternehmensnachrichten doch Wolken über den Märkten aufgezogen.

Von Konjunkturseite gibt es heute keine wichtigen Veröffentlichungen. Dafür dreht sich das Nachrichtenkarussell auf Unternehmensseite um so schneller. Für Erleichterung hat Intel gestern nach Handelsschluss gesorgt. Die Erwartungen werden im zweiten Quartal voraussichtlich erfüllt. Das dürfte die wichtigste Meldung des Quartalszwischenberichts sein. Wie das Unternehmen zudem mitteilte, hat sich die Nachfrage nach Mikroprozessoren stabilisiert.

Im Plus dürfte auch der Ölsektor starten. Die Deutsche Bank Alex Brown rechnet in den kommenden Woche mit steigenden Ölpreisen. Der angekündigte Exportstop des Irak dürfte nach Ansicht der Analysten dazu führen, dass die Preise wieder anziehen werden.

Dem Computerkonzern IBM ist es gelungen, Siliziumatome zu manipulieren. Dadurch können Halbleiter in Zukunft rund 30 Prozent schneller arbeiten. 2003 könnten die ersten Prozessoren auf den Markt kommen.

Positiv für DuPont könnte sich die Nachricht auswirken, dass Bristol-Myers Squibb die Pharmasparte des Chemiekonzerns für 7,8 Milliarden Dollar übernehmen wird. Doch auch die Aktie von Bristol-Myers könnte sich im Handel behaupten. Zwar geben Kaufkandidaten normalerweise kurzfristig Punkte ab, allerdings liegt der Betrag leicht unter dem Preis, der zu Wochenbeginn in New York vermutet worden war.

Aus welcher Richtung bläst den Märkten also der Wind entgegen? Eine ganze Reihe von Umsatzwarnungen dürften sich bremsend auf die Performance zum Wochenende auswirken. Die Aktie von Juniper Networks gibt vorbörslich rund zehn Prozent nach. Das Netzwerkunternehmen wird eigenen Angaben zufolge die Gewinn- und Umsatzerwartungen im laufenden Quartal verfehlen.

Aus dem High-Tech Sektor kommen noch weitere Hiobsbotschaften. 3Com, Handspring und TranSwitch werden an den Umsatzprognosen vorbeischrammen. Nach der Warnung vom Vortag hat Broadcom die Gunst der Analysten zurück gewonnen. Zumindest Prudential Securities stuft die Aktie von "halten" auf "kaufen" auf. Das Kursziel steht bei 56 Dollar pro Aktie.

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