Verhaltenskodex in Arbeit
Telekom hat Fuß an der Kostenbremse

Die Deutsche Telekom bereitet sich auf einen Konjunktur-Abschwung vor und erwägt daher weitere Einschnitte, um Kosten zu senken: "Ich will einen Abschwung nicht herbei reden, aber es ist unsere Verantwortung, uns mit dieser Möglichkeit zu beschäftigen, was im Fall der Fälle zu tun ist. Dafür müssen wir uns einen Plan in die Schublade legen", sagte Konzernchef Kai-Uwe Ricke im Interview mit dem Handelsblatt.

HB DÜSSELDORF. Sollte es zu einem Abschwung kommen, würde die Telekom nach Rickes Worten bei Ausgaben für Werbung, Kundenakquisitionskosten im Mobilfunk sowie bei Investitionen auf die Bremse treten. Der Konzern will auf keinen Fall, sein Schuldenabbauziel aufs Spiel setzen. "Wir müssen unserer Ziele für dieses Jahr erreichen, die Schulden wie geplant zu senken - komme, was wolle", sagte Ricke.

Am Ende des ersten Quartals lagen die Verbindlichkeiten bei 56,3 Mrd. Euro. Ende 2003 will Ricke den Schuldenberg noch um mindestens vier Milliarden Euro reduzieren.

Als nächstes Ziel hat sich der seit November vergangenen Jahres amtierende Konzernchef vorgenommen, die Telekom zu einem führenden innovativen Dienstleistungskonzern der Branche auszubauen. "Wir entwickeln derzeit einen strategischen Plan. Konkret geht es darum, systematisch zu überlegen, in welchen Ländern wir mit welchem Geschäft vertreten sein wollen", sagte Ricke. Danach müsse man die Maßnahmen festlegen, die zum Ziel führen sollen. Ricke: "Es ist noch ein steiniger Weg, den wir vor uns haben."

Als einen der ersten Schritte auf dem Weg dahin wollen sich die Telekom-Manager eine Art Verhaltenskodex geben. "Ein halbes Dutzend Grundwerte, die um Prinzipien wie Glaubwürdigkeit, Integrität kreisen. Diese Grundwerte müssen wir Führungskräfte vorleben und setzen dabei auf eine Multiplikatorwirkung", sagte Ricke. Der Verhaltenskodex soll in etwa vier Wochen verabschiedet werden.

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