Verhandelungen mit Automobilherrstellern laufen bereits
Virtueller Beifahrer schützt vor Sekundenschlaf

Sekundenschlaf am Steuer ist bald keine Gefahr mehr. Ein von der Firma IBM entwickelter elektronischer Beifahrer holt dösende Fahrer künftig mit kaltem Wasser oder einem Alarmton in die Wirklichkeit zurück.

wsa NEW YORK. Das System, das in das Armaturenbrett integriert wird, soll lange Autofahrten sicherer und angenehmer machen, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner neuesten Ausgabe.

Rund 25 % aller Unfälle auf der Autobahn lassen sich auf Schläfrigkeit am Steuer zurückführen. Neben Alarm und Wasserspritze verfügt der so genannte "Artificial Passenger" daher über zahlreiche Methoden, um den Autofahrer von vornherein wach und bei Laune zu halten: Der virtuelle Beifahrer plaudert, erzählt Witze und wechselt überraschend die Sender im Autoradio.

Teil des intelligenten Sicherheitssystems ist ein Konversationsplaner, der mit persönlichen Daten des Fahrers - seinen Interessen und seiner beruflicher Tätigkeit - gefüttert wird. Wird der künstliche Beifahrer aktiviert, nutzt er sein Wissen, um mittels Sprachgenerator und Lautsprechern Fragen an den Autofahrer über dessen Vorlieben zu richten. Ein Mikrofon und eine Spracherkennungs-Software erfassen die Antwort des Fahrers. Zur Kontrolle verfolgt eine Kamera seine Lippenbewegungen. Langsame oder falsche Antworten und mangelnde Intonation interpretiert das System als Zeichen von Müdigkeit und löst Alarm aus.

Laut Wlodek Wlodzimierz Zadrozny vom Watson Research Center der IBM in Yorktown/USA verhandelt das Unternehmen derzeit mit verschiedenen Automobilherstellern. Seiner Einschätzung nach könnte das in den USA patentierte System in drei bis fünf Jahren als Zusatzausstattung für Fahrzeuge erhältlich sein.

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