Verhandlungen aufgeschoben
Effenberg will nach England wechseln

Stefan Effenberg will nach England wechseln, jedoch weitere Verhandlungen im Interesse des FC Bayern München vorerst verschieben. Der Kapitän des Fußball-Weltpokalsiegers bestätigte erneut seine Ambitionen auf einen Umzug auf die Insel.

dpa MÜNCHEN. Allerdings möchte er Rücksicht auf die bevorstehenden schweren Aufgaben der Bayern im Viertelfinale der Champions League gegen Real Madrid nehmen. "Diese Richtung werde ich wohl einschlagen. Aber ich werde vor den Spielen gegen Real nicht mehr nach England fliegen, um Vertragsverhandlungen zu führen", sagte Effenberg der Zeitung "tz": "Das brächte zu viel Unruhe, und das kann der Verein nicht brauchen. In dieser wichtigen Phase steht zu viel auf dem Spiel."

Der 33-Jährige, dessen Vertrag in München zum Saisonende ausläuft, wurde zuletzt mit dem Londoner Club FC Fulham in Verbindung gebracht. Ein möglicher Wechsel zum spanischen Zweitligisten Atletico Madrid war im Februar gescheitert. Nun hat England die erste Priorität für Effenberg. Es würde ihm "riesig Spaß" machen, noch ein oder zwei Jahre dort zu spielen, so der Mittelfeld-Star in einem Interview der "Bild"-Zeitung. "Das wäre schon noch mal ein spezieller Kick zum Abschluss. Und lukrativ ist es ja schließlich auch."

Kritisch äußerte sich der Kapitän zu seinem Kollegen Giovane Elber, der am Wochenende öffentlich zugegeben hatte, er habe keine Lust auf das Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Köln gehabt. "Klar, seine Aussagen waren recht unglücklich. Er hätte sich lieber auf die Zunge gebissen", sagte Effenberg.

Seine Titel-Ambitionen hat er angesichts des Fünf-Punkte- Rückstands auf Tabellenführer Bayer Leverkusen relativiert. "Natürlich wird das schwierig. Sie sind fünf Punkte vorn und spielen gut. Man muss ehrlich sagen, dass sie verdient oben stehen", machte er dem Spitzenreiter ein Kompliment. Leverkusen spiele "zu konstant gut". Es sei vermessen zu sagen: "Wir werden Meister." Die Bayern sollten sich seiner Ansicht nach an die Richtlinie des Aufsichtsratsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge halten: "Sieben Spiele, sieben Siege. Einen haben wir schon, und ich bin sicher, dass wir auch in der Lage sind, die restlichen zu gewinnen."

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