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Verhandlungen bei Karstadt-Quelle kurz vor dem Durchbruch

Die Sanierungsverhandlungen für Karstadt-Quelle stehen nach den Worten von Konzernsprecher Jörg Howe kurz vor dem Durchbruch. "Wir sind sehr nah dran", sagte Howe am Donnerstagmittag in Essen der dpa. "Die Arbeitnehmer müssen sich die letzten Zentimeter bewegen."

dpa-afx ESSEN. Die Sanierungsverhandlungen für Karstadt-Quelle stehen nach den Worten von Konzernsprecher Jörg Howe kurz vor dem Durchbruch. "Wir sind sehr nah dran", sagte Howe am Donnerstagmittag in Essen der dpa. "Die Arbeitnehmer müssen sich die letzten Zentimeter bewegen."

Das Karstadt-Quelle-Management steht nach mehr als 28-stündigen Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite unter massivem Zeitdruck. Um 15.00 Uhr sollte der Aufsichtsrat zusammenkommen, um in einer außerordentlichen Sitzung die Weichen für eine dringend benötigte Kapitalerhöhung in Höhe von 500 Mill. Euro stellen. Eine Einigung mit den Arbeitnehmern wird von Konzernchef Christoph Achenbach als Voraussetzung dafür bezeichnet und gilt auch als Vorbedingung für die Verlängerung von Bankkrediten. Dabei geht es um insgesamt 1,75 Mrd. Euro.

Die Sanierungsverhandlungen für den angeschlagenen Handelsriesen waren am Mittag noch einmal in eine kritische Phase geraten. Es sei zu "unvorhersehbaren Schwierigkeiten" gekommen, hatte Howe die Lage beschrieben. Nach Informationen aus Verhandlungskreisen wollten Vertreter von Betriebsrat und Gewerkschaft ver.di in kleiner Runde letzte Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

Eine ursprünglich für 11.00 Uhr angekündigte Stellungnahme von Konzernchef Christoph Achenbach war wegen der andauernden Gespräche mehrfach verschoben worden, zuletzt auf 14.30 Uhr.

Ein zentraler Punkt bei den Auseinandersetzungen war bis zum Morgen der von den Arbeitnehmervertretern geforderte vollständige Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Konfliktpunkt sei daneben auch die Bewertung des von der Gewerkschaft vorgelegten Sparprogramms, das von ver.di mit rund 483 Mill. Euro beziffert werde. Aus Sicht des Unternehmens liege der Wert jedoch nur etwa bei der Hälfte. Karstadt-Quelle hatte zuvor allein für die Warenhaussparte einen Sanierungsbeitrag der Belegschaft von mindestens 500 Mill. Euro verlangt; hinzu kommen rund 250 Mill. Euro im Versandhandel.

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