Verhandlungen laufen
Bewaffnete Männer nehmen Geiseln in Istanbuler Hotel

Schwer bewaffnete Männer haben in der Nacht zu Montag ein Istanbuler Luxus-Hotel gestürmt und mehrere Geiseln in ihre Gewalt gebracht. Die Männer haben sich seit Stunden mit rund 60 Geiseln im fünften Stock des Swissotels verschanzt.

dpa/rtr ISTANBUL. Bei den Geiselnehmern soll es sich um türkische Unterstützer tschetschenischer Rebellen handeln, berichteten türkische Medien. Zehn Menschen wurden im Laufe der Nacht freigelassen. Unter den Geiseln sollen sich auch Ausländer befinden: Unbestätigten Berichten zufolge sollen zwei bis sechs österreichische Geschäftsleute unter den Geiseln sein, teilte das Außenministerium in Wien mit. Auch die Crew eines SwissAir- Flugzeugs befindet sich nach Angaben der Fluggesellschaft in dem Hotel. Ob auch Deutsche festgehalten werden, ist unklar.

Die Polizei verhandelt seit Stunden mit den 20 bis 25 Geiselnehmern, bei denen es sich um Sympathisanten tschetschenischer Rebellen handeln soll. "Die Gespräche gehen weiter. Sie haben politische Forderungen", sagte der Gouverneur von Istanbul, Erol Cakir. Zuvor war berichtet worden, dass die Männer ein Gespräch mit Innenminister Sadettin Tantan fordern.

Es soll sich um die Gruppe von Mohammed Tokcan handeln, die bereits 1995 aus Protest gegen den Tschetschenien-Krieg eine Schwarzmeer-Fähre entführt hatte. Auch Tokcan selbst, der erst im vergangenen Jahr im Rahmen einer Amnestie aus dem Gefängnis entlassen wurde, soll unter den Geiselnehmern sein.

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