Verhandlungen laufen seit sechs Monaten
Gewerkschaften verzögern Daimler-Einstieg

Langwierige Verhandlungen mit den Gewerkschaften könnten den Einstieg von Daimler-Chrysler in das Nutzfahrzeug-Geschäft von Hyundai über den geplanten Zeitpunkt hinaus verzögern.

Reuters SEOUL. "Der Zeitplan ist nicht in Stein gemeißelt, der Start kann verschoben werden", erklärte ein Hyundai-Sprecher am Freitag in Seoul. Bislang hatte Hyundai die erste Jahreshälfte für die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens anvisiert, der deutsche Partner hatte auf einen noch früheren Start gehofft. Die Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften dauern bereits mehr als ein halbes Jahr. Die Arbeitnehmervertreter forderten unter anderem eine zehnjährige Arbeitsplatzgarantie, sagte der Sprecher. Das sei für das Management schwer zu akzeptieren. Die Gespräche dauerten aber an.

Auch Daimler-Chrysler wartet auf Grünes Licht aus Korea. "Wir sind startklar. Von uns aus könnte es morgen losgehen", sagte ein Sprecher. Auf einen Zeitpunkt für den Start wollte er sich nicht mehr festlegen. Das Gemeinschaftsunternehmen an sich sei durch die Verzögerung jedoch nicht gefährdet. Inhaltlich seien alle Fragen geklärt.

Der Stuttgarter Autobauer Daimler-Chrysler, der bereits mit zehn Prozent an Hyundai Motor beteiligt ist, hatte im September vereinbart, 50 Prozent am Nutzfahrzeug-Geschäft von Hyundai für 400 Mill. Euro zu übernehmen. Bereits seit 2001 produzieren beide Unternehmen in einer Gemeinschaftsfirma Motoren. Hyundai beschäftigt in der Nutzfahrzeug-Sparte rund 4 900 Mitarbeiter und setzt jährlich umgerechnet rund 1,2 Mrd. Euro um. Im Oktober hatte Hyundai noch erklärt, die größten Probleme mit den Gewerkschaften seien ausgeräumt.

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