Verhandlungen mit dem Likud
Peres kämpft um Mehrheit für große Koalition bei Sonderparteitag

dpa JERUSALEM. Der ehemalige israelische Ministerpräsident und Friedensnobelpreisträger Schimon Peres wirbt vor einem Sonderparteitag der Arbeitspartei an diesem Montag weiter um eine Mehrheit für eine große Koalition mit der rechtsgerichteten Likud - Partei Ariel Scharons. Der israelische Rundfunk meldete am Sonntag, Peres habe sich mit mehreren Ministern seiner Partei getroffen, die die Verhandlungen mit dem Likud geführt hatten.

Die amtierende Umweltministerin Dalia Itzik betonte am Sonntag, sie werde sich gegen eine Koalition mit dem Likud aussprechen, sollte die Arbeitspartei nicht das Verteidigungs- oder das Finanzministerium bekommen. Gleichzeitig äußerte die Ministerin die Erwartung, der Sonderparteitag werde eine große Koalition mit Likud empfehlen. Die Likud-Partei hat der Arbeitspartei bis Montag Zeit gegeben, sich für den Regierungseintritt zu entscheiden. Anderenfalls werde man eine kleine Koalition mit den rechten Parteien im Parlament anstreben.

Gerangel um Ressorts

Der Likud hat sich bislang geweigert, der Forderung der Arbeitspartei nach dem einflussreichen Finanzressort nachzugeben. Die Arbeitspartei fordert bisher neben dem Außenministerium auch die Übernahme sozialer Ressorts sowie die Ministerien für Bildung, Infrastruktur, Verkehr, Gesundheit und Landwirtschaft.

Kandidat für das Verteidigungsministerium war ursprünglich der scheidende Regierungschef und Vorsitzende der Arbeitspartei, Ehud Barak. Barak hatte aber nach heftiger Kritik aus den eigenen Reihen und israelischer Medien diesen Posten ausgeschlagen. Nach Medienberichten erwägt nun Peres, das von Scharon angebotene Verteidigungsressort zu übernehmen, das er in früheren Regierungen bereits inne hatte.

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