Verhandlungen mit Gewerkschaft über Entlassungsplan aufgenommen
Südkoreas Autobauer Daewoo Motor stoppt Produktion im größten Werk

dpa SEOUL. Der angeschlagene südkoreanische Autohersteller Daewoo Motor hat am Montag einen Großteil der Produktion in seiner größten heimischen Anlage gestoppt. Das Werk Nummer eins in Pupyong werde für drei Wochen geschlossen bleiben, sagte eine Sprecherin in Seoul. Von Donnerstag an sollen auch die Fließbänder in Werk zwei bis zum 6. März stillstehen.

Mit der Maßnahme will der zweitgrößte südkoreanische Autohersteller die Lagerbestände für einen Kleinwagen und zwei Autos der Mittelklasse reduzieren.

Zugleich nahmen Geschäftsleitung und Betriebsgewerkschaft Gespräche Verhandlungen über einen Entlassungsplan des Unternehmens auf. Die Gewerkschaft hatte mit neuen Streiks gegen weitere Entlassungen und den geplanten Verkauf von Daewoo gedroht. Im Dezember hatte Daewoo angekündigt, im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms 6 884 von insgesamt knapp 18 000 Stellen zu streichen. Bisher seien mehr als 4 000 Beschäftigte gegangen, sagte die Sprecherin am Montag.

Daewoo war im November von seinen Gläubigern für zahlungsunfähig erklärt worden. An dem koreanischen Autoproduzenten, der eine Produktionskapazität von mehr als zwei Mill. Einheiten im In- und Ausland hat, ist der US-Konzern General Motors (GM) interessiert.

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