Verhandlungen mit Investoren laufen
Wienerwald hofft wieder einmal auf Rettung

Nach dem Insolvenzantrag hofft die Hähnchen-Kette Wienerwald auf die Rettung durch finanzkräftige Investoren. "Ich bin fest davon überzeugt, dass wir es schaffen", sagte Vorstand Alfons Buhr am Mittwoch der dpa in München.

HB/dpa MÜNCHEN. Die Gespräche mit Interessenten gingen trotz der Pleite weiter. Es gebe einige viel versprechende Kontakte. Allerdings hätten sich nach der Pleite auch eine Reihe von "Glücksrittern" gemeldet, die auf ein Schnäppchen hofften. Es bestehe kein Zwang zur Eile, da der Betrieb in den 38 deutschen Restaurants in den kommenden Monaten fortgeführt werden könne.

Die Wienerwald AG (München) hatte wegen Zahlungsunfähigkeit Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen müssen. "Uns fehlte die Liquidität aus dem laufenden Geschäft", sagte Buhr. Die Gruppe habe keine größeren Bankverbindlichkeiten. Wegen eines Umsatzrückgangs um vier Prozent in den ersten Monaten dieses Jahres sei aber das Geld ausgegangen.

Die Geschäftsführung des Unternehmens ist überzeugt, dass das Geschäftsmodell grundsätzlich funktioniert. "Die Marke ist stark", sagte Buhr. Allerdings müssten neue Ideen wie beispielsweise Drive- Ins, Bistros oder ein Liefer-Service mit Hilfe von Investoren umgesetzt werden. "Wenn wir keinen Investor ins Boot bekommen, macht das ganze keinen Sinn." Es sei nicht Ziel, schwächere Standorte zu schließen und mit den profitablen in noch kleinerem Rahmen weiter zu machen. Vielmehr müsse die Gruppe als ganzes durch Investitionen in die Zukunft erhalten bleiben.

Zur Wienerwald-Kette gehörten zur Blütezeit mehr als 1 500 Betriebe in aller Welt. Im vergangenen Jahr erwirtschafteten die 38 deutschen Filialen, die noch zur AG gehören, noch einen Umsatz von 25,2 Mill. Euro. 35 Franchise-Nehmer kamen auf Erlöse von 19,1 Mill. Euro. Sie sind nicht direkt von der Pleite betroffen.

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