Verhandlungen mit KPMG
Arthur Andersen will 6000 Stellen streichen

Die Arthur Andersen LLP wird einem Bericht der "New York Post" vom Mittwoch in den USA rund 6 000 Mitarbeiter entlassen. Dies entspreche 20 bis 25 Prozent des dortigen Personalstamms.



dpa/vwd WASHINGTON. Die Entlassungen würden voraussichlich noch bis zum Wochenende ausgesprochen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf eine unternehmensnahe Quelle weiter.

Die weltweit operierende Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beschäftigt in den USA rund 28 000 Mitarbeiter.

In ganzseitigen Zeitungsanzeigen kämpft die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft um ihren Ruf. "Wir werden kämpfen", kündigte das Unternehmen am Mittwoch im "Wall Street Journal" an.

In der Anzeige bezeichnet Andersen die Anklage wegen Justizbehinderung als "tragischen Fehler". "Die Anklage ist eine politische Breitseite und bezieht sich nicht auf Fakten", heißt es. "Wir freuen uns auf den Gerichtstermin." Das Justizministerium hat Andersen wegen der Vernichtung von zahlreichen Dokumenten im Zusammenhang mit den Buchprüfungen des Energiehandelskonzern Enron verklagt.

Dem Unternehmen sind in den vergangenen Wochen zahlreiche Großkunden von der Fahne gegangen. Andersen verhandelt mit dem Konkurrenten KPMG bereits über den Verkauf der Andersen-Geschäfte außerhalb der USA.

Andersen hatte die Buchführung von Enron jahrelang geprüft und abgesegnet. Die Firma hatte Schulden in dreistelliger Millionenhöhe in dubiosen Partnerschaften versteckt. Enron beantragte im Dezember Gläubigerschutz und ist in die größte Firmenpleite der US-Geschichte verwickelt.

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