Verhandlungen mit Toshiba geplatzt
Konjunkturhoffnungen lassen Infineon ins Plus drehen

Die Aktien des Halbleiterherstellers Infineon sind am Dienstag nach zunächst deutlichen Kursverlusten in einem freundlichen Gesamtmarkt in die Gewinnzone gedreht.

dpa/afx/rtr FRANKFURT. Die Aktie des Münchner Halbleiterherstellers Infineon hat am Dienstag seine Anfangsverluste wieder wettmachen können. Der Titel gewann bis 10.00 Uhr 2,54 % auf 25,04 Euro. Das Börsenbarometer Dax stieg gleichzeitig um 0,76 % auf 5 106,66 Punkte.

Der Chipbauer und Toshiba haben ihre Kooperationsgespräche im DRAM-Bereich abgebrochen. "Ich bedaure, dass die partnerschaftlich geführten Gespraeche nicht fortgesetzt werden konnten und das von uns angestrebte Ergebnis nicht erzielt wurde", sagte der Vorstandsvorsitzende Ulrich Schumacher.

"Wichtiger ist, dass der Preiskrieg im Chipbereich beendet ist", sagte ein Börsianer einer ausländische Großbank. Die südkoreanischen Halbleiterhersteller Samsung Electronics und Hynix Semiconductor haben die Preise für Drams zum zweiten Mal in diesem Monat erhöht.

"Es war im Vorfeld nicht klar, welche Vorteile eine Kooperation mit Toshiba bringen würde", sagte Fidel Helmer von Hauck & Aufhäuser Privatbankiers. Jede Kooperation habe auch negative Seiten. So koste sie auch Geld.

"Infineon hätte seine Marktposition mit einer Kooperation mit Toshiba stärken können", erklärte ein Händler einer Frankfurter Großbank die frühen Verluste. Chips seien zudem günstiger, wenn sie in einer größeren Menge produziert würden. Nun seien die Münchner auf sich gestellt und müßten nach einen neuen Partner suchen, sagte

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