Verhandlungen mit verschiedenen Interessenten
Micrologica bietet Geschäftsbetrieb zur Übernahme an

Insolvenzverwalter und Vorstand der angeschlagenen Micrologica AG bieten den Geschäftsbetriebs des Softwareherstellers eigenen Angaben zufolge zur Übernahme an. Es werde mit verschiedenen Interessenten verhandelt, teilte die am Neuen Markt notierte Micrologica am Dienstag mit.

Reuters BARGTEHEIDE. Um den Betrieb der Gesellschaft und die 130 Arbeitsplätze zu erhalten, würden gegenüber früheren Verkaufsgesprächen erhebliche Zugeständnisse beim Kaufpreis in Aussicht gestellt. Die Veräußerung könne innerhalb der nächsten Wochen entweder durch den Erwerb von Aktien verbunden mit einer Kapitalerhöhung oder durch eine übertragende Sanierung erfolgen, hieß es. Vorstandsvorsitzender Andreas von Arnim und Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann hätten zudem erklärt, dass die Geschäfte der Micrologica auch nach dem Insolvenzantrag in vollem Umfang weitergeführt würden. Die Bezahlung aller neu eingegangenen Verbindlichkeiten werde vom Verwalter garantiert. Bei Übernahme Ende April oder Anfang Mai erwarte Micrologica einen Umsatz von rund zehn Mill. Euro für das Jahr 2001. Die Aktie verlor in einem schwachen Marktumfeld bis zum späten Nachmittag fast zwölf Prozent auf 1,03 Euro.

Micrologica hatte Anfang März wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zuvor hatte das Unternehmen nach der Kündigung der Kreditlinie eines Privatinvestors über die angespannte Finanzlage informiert.

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