Verhandlungen sollen Ende Mai abgeschlossen sein
Heijmans will nur kleinen Teil von Holzmann übernehmen

Der niederländische Baukonzern Heijmans N.V., Rosmalen, will nur einen kleinen Teil der insolventen Philipp übernehmen, die in Deutschland 11 000 Mitarbeiter beschäftigt. "Uns geht es um einen Umsatz von 500 Mill. Euro und 2 000 Beschäftigte", sagte Vorstandschef Joop Janssen dem "Algemeen Dagblad".

sbe BRÜSSEL. Dies passe in die Strategie, den Umsatz in den Nachbarländern von derzeit 300 Mill. Euro bis 2006 auf 1 Mrd. Euro zu steigern.

Der Niederländer denkt, dass er nicht mehr als 100 Mill. Euro für die Holzmann-Teile bezahlen muss. Er will die Verhandlungen noch im Mai abschließen. Auf die Frage, was geschehe, wenn die Transaktion nicht gelinge, sagte er: "Es ist noch genug Schönes in Deutschland zu kaufen."

Anders als Heijmans sind viele niederländische Baukonzerne seit Jahren in Deutschland tätig. Doch ihre Erfahrungen sind meist negativ. Marktführer HBG litt Jahre unter den Verlusten der Wayss & Freytag. Schließlich rutschte er gar in die roten Zahlen. Der Aktienkurs brach so ein, dass HBG zum Übernahmekandidaten wurde und vor einigen Tagen von der spanischen Dragados erworben wurde. Zuvor hatten auch Wilma, BAM und NBM-Amstelland viel Geld in Deutschland verloren, BAM hatte sich am Ende vom Markt verabschiedet. Lediglich Volker Wessels Stevin erzielte jahrelang gute Gewinne in Deutschland. Vergangenes Jahr brach jedoch auch hier das deutsche Ergebnis ein.

Die Situation auf dem deutschen Baumarkt sei unvermindert schlecht, warnen Analysten Heijmans. Aber Janssen gibt unerschrocken zurück, wenn auch nur das kleinste Risiko bestanden hätte, für Altlasten gerade stehen zu müssen, hätte er die Verhandlungen nicht begonnen. Wie überaus vorsichtig er ist, zeigte sich im Februar, als er den Erwerb der Martin Wurzel Baugesellschaft (Umsatz 27 Mill. Euro) nach Prüfung der Geschäftsbücher abblies.

Seine wichtigste Vorgabe bei Holzmann ist, dass alle übernommenen Betriebe direkt zum Gewinn beitragen müssen, betonte Janssen, der die Nettoumsatzrendite (Nettogewinn bezogen auf den Umsatz) von 3,1% auf 5% verbessern will. Er sei interessiert an Unternehmen in fünf Regionen und einigen Gesellschaften, wie der niederländischen Holmann-Tochter Dubbers-Malden, erläuterte er. Er wolle aber nur das Baugeschäft und kein Entwicklungs- und Infrastrukturgeschäft übernehmen.

Quelle: Handelsblatt

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