Verhandlungen sollen in Berlin fortgesetzt werden
Bau-Tarifverhandlungen ohne Annäherung vertagt

Die Tarifverhandlungen für die 950 000 Beschäftigten des Baugewerbes sind am Dienstagabend ohne eine Annäherung auf den 16. April vertagt worden. Das teilte die Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) nach der dritten Runde in Frankfurt mit.

dpa FRANKFURT/MAIN. Die Gewerkschaft fordert 4,5 % mehr Lohn und Gehalt sowie eine kürzere Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich. Diese Forderungen lehnen die Arbeitgeber ab. Sie haben bislang kein Lohnangebot gemacht. Die Verhandlungen sollen in Berlin fortgesetzt werden.

In der dritten Runde ging es vor allem um die Forderungen der Arbeitgeber zur Modernisierung des Bundesrahmentarifvertrages, der von den Arbeitgebern gekündigt wurde. Dazu gehört eine Erhöhung des Arbeitszeitkontos von 150 auf 200 Stunden sowie eine Vereinfachung bei den Lohngruppen. Außerdem wollen die Arbeitgeber die Sätze für Fahrtkosten zur Baustelle und für die Auslösung für auswärtige Arbeit (Aufwandsentschädigung) vereinheitlichen.

Die Reformvorschläge seien "eine schwierige Materie", bei der es viele Details zu regeln gebe, sagte Heiko Stiepelmann vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie. "Wir wollen strukturelle Verbesserungen, um die Firmen am Markt fitter zu machen", erklärte Stiepelmann. IG BAU-Sprecher Michael Knoche sagte, bei den Verhandlungen gebe es "überhaupt keine Fortschritte". Deshalb werde es immer wahrscheinlicher, dass der Tarifkonflikt nicht friedlich gelöst werden könne.

Die Bau-Tarifverträge laufen Ende März aus. Solange über einen neuen Tarifvertrag verhandelt wird und solange eine Schlichtung läuft, herrscht Friedenspflicht.

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