Verhandlungen werden weiter geführt
Verkauf von Thyssen-Bereich EWK an Böhler gescheitert

Die Unternehmen hätten sich nicht auf einen Preis einigen können, so ein Unternehmenssprecher. EWK stehe dennoch unverändert auf der Verkaufsliste.

Reuters DUISBURG. Der Verkauf der zur Thyssen Krupp Steel AG gehörenden Edelstahl Witten-Krefeld GmbH (EWK) an die österreichische Böhler-Uddeholm AG ist gescheitert. Ein Sprecher von Thyssen Krupp Steel bestätigte am Montag in Duisburg, die Unternehmen hätten sich nicht auf einen Preis einigen können. EWK stehe aber unverändert auf der Verkaufsliste. Böhler hatte zuvor in Wien mitgeteilt, die Übernahmegespräche seien aufgrund unterschiedlicher Preisvorstellungen beendet worden. Im April hatten Thyssen Krupp Steel und Böhler eine Absichtserklärung unterzeichnet, die den Verkauf von EWK und eine Kooperation beim Vertrieb vorsah.

Im Zuge der Thyssen-Krupp-Fusion war der Verkauf der Langprodukte, zu denen auch die EWK gehört, bereits vor mehr als zwei Jahren beschlossen worden. Die Gesellschaft will sich auf die beiden Kernbereiche Qualitätsflachstahl und Nirosta konzentrieren. Mitte August hatte der ThyssenKrupp-Konzern den geplanten Börsengang seiner Stahlsparte, die bei Thyssen Krupp Steel gebündelt ist, abgesagt. Als Grund wurde die schwache Bewertung des Stahlsektors am Markt genannt.



Verhandlungen werden weiter geführt

Der Sprecher von Thyssen Krupp Steel sagte, man sei bereit, weiter mit Böhler zu verhandeln. Voraussetzung sei aber, dass der österreichische Konzern beim Preis Entgegenkommen signalisiere.EWK erzielte 1999 mit 2400 Mitarbeitern an den Standorten Krefeld und Witten einen Umsatz von 375 Mill. Euro.

Mit der Übernahme sowie der geplanten Kooperation hätte die Böhler-Gruppe früheren Angaben zufolge ihr Umsatzvolumen um rund 40 % gesteigert. Böhler setzte 1999 mit rund 9100 Beschäftigten 1,3 Mrd. Euro um und wies einen Überschuss von 40,9 Mill. Euro aus.

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