Verhandlungen werden weitergeführt
Die nächsten Tage sind für KirchPayTV entscheidend

Die KirchPayTV GmbH & Co KGaA, Ismaning, wird am Montag keine Insolvenz anmelden. Die Verhandlungen zwischen Gesellschaftern, Banken und neuen Investoren würden am Berichtstag weitergeführt, nachdem es am Wochenende nur bilaterale Gespräche gegeben habe, erfuhr vwd aus Branchenkreisen.

vwd MÜNCHEN. Mit einer Insolvenz der Gesellschaft sei aber voraussichtlich trotzdem noch in dieser Woche zu rechnen, nicht aber mit einer Insolvenz der Tochtergesellschaft des PayTVSenders Premiere.

Es sei davon auszugehen, dass KirchPayTV Insolvenz in Eigenverantwortung beantragen werde. Als Geschäftsführer sei der derzeitige Geschäftsführer von Premiere, Georg Kofler, vorgesehen sowie ein vorläufiger Insolvenzverwalter. Um die Geschäfte bis Mitte des Jahres weiterzuführen, werde ein Überbrückungskredit von 150 Millionen bis 200 Millionen Euro benötigt.

Für die Gespräche entscheidend seien die kommenden 24 bis 48 Stunden, hieß es. Meldungen der "Welt am Sonntag", Murdoch wolle 600 Millionen Euro in den Bezahl-Fernsehsender investieren, schätzten die Kreise als unwahrscheinlich ein. Allen Beteiligten sei klar, dass bald "Klarheit geschaffen werden müsse, um die Geschäfte nicht auf Dauer zu belasten", erklärten die Branchenkenner.

An der KirchPayTV ist der Medienunternehmer Rupert Murdoch über den britischen Sender BSkyB mit gut 22-Prozent beteiligt. Darüberhinaus hält die Dachgesellschaft der KirchGruppe, die Taurus Holding, knapp 70 Prozent. Minderheitsgesellschafter sind außerdem Kingdom Holdings, Capital Research und Lehman Brothers.

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