Verhandlungen zur Kriegs-Versicherung
Lufthansa "befremdet“ über Verhalten der Versicherer

Die Deutsche Lufthansa ist auch nach dem jüngsten Angebot der Versicherungen zum Schutz bei Krieg und Terror "äußerst befremdet" über das Verhalten der Konzerne.

afp FRANKFURT/MAIN. Das Unternehmen sei daher der Bundesregieung "sehr dankbar" dafür, dass sie der Lufthansa durch ihre Haftungsgarantie den Rücken freihalte, sagte ein Konzernsprecher am Mittwoch in Frankfurt am Main.

Die Versicherer hatten am Dienstag angeboten, Flugzeuge mit bis zu 150 Mill. Dollar (320 Mill. DM) gegen so genannte Drittschäden bei Krieg und Terror abzusichern.

Vor den Terroranschlägen hatte die Deckungssumme pro Flugzeug noch bei durchschnittlich einer Milliarde Dollar gelegen. Nach der Kündigung dieser bisherigen Verträge war die Bundesregierung mit einer Haftungsgarantie eingesprungen.

Die Verhandlungen um eine neue Regelung liefen nach Angaben der Lufthansa am Mittwoch weiter. Die Versicherer hatten die Versicherung von Drittschäden zum Donnerstag einseitig gekündigt. Ohne das Einspringen der Bundesregierung wäre der Luftverkehr dadurch nach Ansicht der Fluggesellschaft ab Freitag lahm gelegt worden. Die Haftungsgarantie des Staates beläuft sich auf insgesamt bis zu 20 Mrd. Dollar (rund 42,7 Mrd. DM/21,8  Mrd. ?). Diese Garantie soll zunächst für vier Wochen gelten. Die Bundesregierung erwartet, dass bis dahin eine neue Regelung auf dem privaten Markt gefunden wird.

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