Verkäufe geplant
Telekom ordnet Immobiliensparte neu

Die Deutsche Telekom will ihr milliardenschweres Immobilienvermögen in ein Gemeinschaftsunternehmen einbringen und versilbern.

dpa BONN. Die Deutsche Telekom will ihr milliardenschweres Immobilienvermögen in ein Gemeinschaftsunternehmen einbringen und versilbern. Mit der Corpus Immobiliengruppe und der Investmentbank Morgan Stanley Dean Witter gehe die Telekom eine Partnerschaft zur Vermarktung ihres Immobilienportfolios ein, teilte das Unternehmen am Freitag in Bonn mit. An dem Joint Venture Asset Management GmbH werde die Telekom einen Anteil von 51 %, die beiden anderen Gesellschaften jeweils 24,5 % halten.

Neben einer Optimierung der Immobilienkosten sei auch der Verkauf von Objekten ein Ziel des neuen Gemeinschaftsunternehmens. Dazu erklärte ein Konzernsprecher in Bonn: "Wir haben immer gesagt, dass die Immobiliensparte nicht zu unserem Kerngeschäft gehört". Wenn sich gute Möglichkeiten zum Verkauf böten, werde man diese auch nutzen.

Ausbau des Kerngeschäfts

Die Telekom-Tochter DeTe Immobilien (Münster) soll sich künftig verstärkt auf den Ausbau ihres Kerngeschäftes der technischen und kaufmännischen Gebäudeverwaltung (Facility Management) konzentrieren. Insgesamt steht das Immobilienvermögen der Telekom mit 34 Mrd. DM in den Büchern (Stand: 1999). Der Bestand beläuft sich auf 34 000 Objekte, unter anderem Fernmeldetürme und Bürogebäude.

Milliardenschulden verringern

Mit dem Verkauf von Immobilien könnte die Telekom ihre kräftig gestiegenen Schulden verringern. Ende September stand das Unternehmen bei den Gläubigern mit 121 Mrd. DM in der Kreide. Durch den Erwerb von UMTS-Mobilfunklizenzen und der Anteilsaufstockung an der ungarischen Matav hatten sich die Finanzverbindlichkeiten in den erste drei Quartalen 2000 um rund 35 Mrd. DM erhöht.

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