Verkäufe von Beteiligungen
Commerzbank erwartet klare Gewinnsteigerung

Die Commerzbank rechnet im laufenden Jahr mit einem kräftigen Gewinnanstieg. Vor Steuern und Anteilsverkäufen werde der Gewinn zwischen 700 und 800 Mill. Euro liegen, sagte Commerzbank-Vorstand Axel Freiherr von Ruedorffer am Donnerstag auf einer Finanzkonferenz.

Reuters FRANKFURT. 2001 hatte die Bank einen Vorsteuergewinn von 37 Mill. Euro verbucht. Aus der Zusammenlegung des Hypothekengeschäfts der drei Frankfurter Großbanken rechnet das Kreditinstitut mit Synergieeffekten im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, sagte von Ruedorffer. Er bekräftigte zudem, dass die Commerzbank erst dann nach Partnern suche, wenn das Ergebnis positiv sei.

Insgesamt könne die Bank mit dem anstrebten Ergebnis für 2002 aber nicht zufrieden sein, obwohl Beteiligungsverkäufe noch nicht darin enthalten seien, sagte der Vorstand weiter. "2002 wird uns definitiv keinen Anlass zu Luftsprrüngen bieten." Die Zahlen deuteten aber in die richtige Richtung. Er bekfräfigte zudem frühere Aussagen von Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller, wonach die Bank erst dann Gespräche mit potenziellen Partnern beginnen würden, wenn sich die Ertragslage verbessert habe und eine "starke Ausgangsposition" erreicht worden sei.

Die Aktien der Commerzbank notierten am Donnerstag in einem unveränderten Marktumfeld 1,8 % höher bei 18,94 Euro und entwickelten sich damit deutlich besser als der europäische Bankensektor, der rund ein Prozent nachgab. "Die haben einiges zur Privatkunden- und Investmentbanking- Strategie gesagt, was die Leute wieder erfreut hat", sagte Chef-Aktienhändler David Scully von JP Morgan zur Commerzbank. Fundamental lägen die Aussagen aber in etwa auf der Linie der bisherigen Prognosen und Vorstandsaussagen der Bank.

Ruedorffer sagte weiter, die erwarteten Synergieeffekte aus der Zusammenlegung des Hypothekengeschäfts der drei großen Frankfurter Institute Commerzbank, Deutsche Bank und Dresdner Bank würden sich 2002 steuerfrei niederschlagen. Zudem erwarte die Bank auf Grund von höheren Volumina und größeren Margen eine Verbesserung für 2002 bei den Zinseinnahmen im einstelligen Prozentzahlbereich.

Mit Blick auf die Strategie beim Investmentbanking sagte von Ruedorffer, die Bank reduziere ihre IT-Ausgaben, straffe Geschäftsprozesse und erhöhe den Grad der Automatisierung bei der Wertpapierabwicklung. Im Bereich Vermögensverwaltung wolle sich die Bank von weniger profitablen Aktivitäten in den USA und Asien trennen. Vor zwei Tagen hatte Reuters aus Bankenkreisen erfahren, die Commerzbank wolle ihre britische Fondsmanagementgesellschaft Jupiter verkaufen. Der Bank seien bereits 6 000 Mill. Pfund für Jupiter geboten worden, deutlich weniger als die Bank beim Kauf gezahlt habe.

Die Bank bestätigte zudem, die Investmentbank Goldman Sachs und die Commerzbank Securities seien mit einer Überprüfung der internationalen Vermögensverwaltungsstrategie beauftragt worden.

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