Verkauf an amerikanisch-niederländischen Kabelnetzbetreiber soll Rechtsstreit beenden
Deutsche Bank gibt Kabelgeschäft an UPC ab

Deutsche-Bank-Chef Breuer selbst habe den Anstoß zum Verkauf gegeben, um das Geschäft der Bank mit Krediten für Telekom- und Kabelfirmen nicht zu gefährden, heißt es aus Unternehmenskreisen.

dri/dih DÜSSELDORF. Die Deutsche Bank will ihr TV-Kabelgeschäft an den amerikanisch-niederländischen Kabelnetzbetreiber UPC verkaufen. Für die Gesellschaften Telecolumbus und Smatcom mit 2,2 Millionen direkt angeschlossenen Haushalten will UPC nach Angaben aus informierten Kreisen 3,3 bis 3,4 Mrd. DM zahlen. Die Beteiligungsgesellschaft der Deutschen Bank, DB Investor, hatte den Wert der beiden Firmen noch im Mai auf 5,5 Mrd. DM beziffert. Die Verhandlungen sollen noch vor Monatsende abgeschlossen werden.

Mit dem Verkauf will die Deutsche Bank einen Rechtsstreit beenden. UPC hat das Institut Ende 1999 wegen des Kaufs der Telecolumbus von den Ruhrkonzernen Veba und RWE verklagt. Die Bank hatte UPC damals ausgestochen. Sie hatte jedoch zuvor als Emissionsbank und Kreditgeberin UPC an die Börse begleitet. Darin sah UPC eine Interessenkollision.

Der Zivilprozess vor einem Londoner Gericht wird nun verzögert. Ein Termin am vergangenen Mittwoch wurde auf heute verlegt, wird aber den Kreisen zufolge wohl erneut verschoben. Den Anstoß zu dem Verkauf habe Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer gegeben, hieß es. Er wolle die Kabelbeteiligungen aufgeben, um das Geschäft der Bank mit Krediten für Telekom - und Kabelfirmen nicht zu gefährden.

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