Verkauf an US-Gesellschaft Liberty Media
Telekom trennt sich von restlichen Kabelnetzen

Die Deutsche Telekom trennt sich vom Geschäft mit dem Kabelfernsehen. Der Konzern gab in Bonn den Verkauf der letzten noch verbliebenen sechs regionalen Kabelgesellschaften mit zehn Millionen angeschlossenen Haushalten an die amerikanische Liberty Media Corporation bekannt.

ap BONN. In den vergangenen Monaten hatte die Telekom bereits die Mehrheitsanteile an den Netzen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg an das US-Unternehmen Callahan verkauft sowie in Hessen an die britische Investorengruppe Klesch.

Liberty übernimmt die Kabelfirmen in Hamburg/Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern, Bremen/Niedersachsen, Rheinland-Pfalz/Saarland, Berlin/Brandenburg, Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen und Bayern zu 100 Prozent. Die detaillierten Transaktionsverträge sollen im Juli abgeschlossen werden. Der Erlös dürfte beträchtlich sein: In Branchenkreisen wird ein Kaufpreis von 5 Mrd. Euro genannt. Für den Teilverkauf der Netze in Nordrhein-Westfalen und Hessen hatte die Telekom für das Jahr 2000 einen Gewinn von fast 3 Mrd. Euro ausgewiesen.



Dass die Telekom entgegen früheren Erwartungen die Netze vollständig an Liberty verkauft hat, begründete ein Telekom-Sprecher mit dem "attraktiven Angebot". Der Aktienkurs der Telekom profitierte von der Verkaufsankündigung. Trotz allgemein ungünstiger Stimmung stieg das Papier zeitweise um knapp 5 Prozent.

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