Verkauf auf tiefstem Stand seit 1991
Zeitungen bleiben in den Regalen liegen

Die Krise auf dem deutschen Zeitungsmarkt hält an. Im ersten Halbjahr 2002 sank die Anzahl der verkauften deutschen Tageszeitungen nach Verbandsangaben auf das niedrigste Niveau seit 1991.

Reuters MÜNCHEN. Durchschnittlich seien im zweiten Quartal 27,71 Millionen Tageszeitungen pro Tag verkauft worden, teilte die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) am Dienstag mit. Das sei zwar geringfügig mehr als in den ersten drei Monaten des Jahres (27,56 Millionen verkaufte Auflage), gegenüber dem Vorjahr aber ein Rückgang um 600 000 verkauften Exemplaren pro Tag.

Die Zahl der verkauften Publikumszeitschriften ging den Angaben zufolge im zweiten Quartal auf 122,13 Millionen von 124,65 Millionen im Vorjahreszeitraum zurück. Lediglich die Gattung der Kundenzeitschriften hätten zugelegt.

Sinkende Auflagen und Werbeeinnahmen haben bereits mehrere Verlage zu drastischen Sparmaßnahmen und Stellenabbau veranlasst. So kündigte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" den Abbau von mehr als hundert Mitarbeitern an, der Süddeutsche Verlag ("Süddeutsche Zeitung") will rund zehn Prozent der insgesamt 5000 Stellen streichen.

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