Verkauf der Bewag gefordert
EU-Kommission hält Druck auf Eon aufrecht

Die EU-Kommission dringt weiter auf einen Verkauf der Berliner Bewag durch den im vergangenen Jahr fusionierten Eon-Konzern .

Reuters BRÜSSEL. In EU-Kreisen hieß es am Dienstag in Brüssel, die EU-Kommission dringe weiter auf die Erfüllung ihrer Auflagen zur Billigung der Fusion von Veba und Viag zu Eon, die ein Veräußerung der Bewag umfassen. Die Frist für die Erfüllung dieser Auflage laufe in der Nacht um 24.00 Uhr ab. Auch ein schwebendes Verfahren habe keine aufschiebende Wirkung. Eon habe lange genug Zeit gehabt, die Bewag zu veräußern. Zudem habe die EU-Kommission dem Unternehmen Lösungswege aufgezeigt.

Eon hatte bereits erklärt, das Unternehmen sei bereit, die Auflagen der EU-Kommission abzuarbeiten. Man habe aber um eine Fristverlängerung gebeten. Der Verkauf der Bewag-Anteile sei derzeit wegen des laufenden Schiedsgerichtsverfahrens mit Mirant nicht umsetzbar, hatte ein Sprecher in der vergangenen Woche weiter erklärt. Mirant (früher Southern Energy) ist Anteilseigner der Bewag. Das Unternehmen hatte sich einem von Eon angestrebten Verkauf der Bewag-Anteile an die Hamburgischen Electrizitätswerke widersetzt. Eine Fristverlängerung, hatte es bereits in EU-Kreisen geheißen, bedürfe der Zustimmung der EU-Kommission.

Der Verkauf des 49-Prozent-Pakets an der Bewag war eine von mehreren Auflagen, die die Unternehmen der EU-Kommission zugesagt hatten, um im vergangenen Sommer die Billigung ihrer Fusion durch die Brüsseler Wettbewerbshüter zu erreichen. "Wir erwarten eine Umsetzung der damaligen Zusagen", hieß es in EU-Kreisen. In der vergangenen Woche hatte bereits eine EU-Kommissionssprecherin die Firmen aufgefordert, ihre Versprechungen einzuhalten. In EU-Kreisen hatte es zudem geheißen, die EU habe Eon die Schließung eines Vorvertrags mit Mirant nahegelegt, um bei einem entsprechenden Ausgang des Schiedsgerichtsverfahrens die Bewag veräußern zu können.

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