Verkauf der US-Wertschriftenabwicklung
CS Group trennt sich von Pershing

Der in den roten Zahlen steckende Schweizer Finanzkonzern CS Group will die das amerikanische Clearinghaus Pershing für mehr als eine Milliarde Dollar verkaufen und damit sein Eigenkapital stärken.

Reuters ZÜRICH. Mit der Angelegenheit vertraute Kreise bestätigten am Donnerstag einen entsprechende Artikel des "Wall Street Journal", wonach die CS-Investmentbank Credit Suisse First Boston (CSFB) bereits eine Reihe von Offerten für Pershing erhalten habe.

In dem Artikel hiess es weiter, der Verkauf könnte die "neue Dringlichkeit" symbolisieren, mit der Credit Suisse die Frage der Eigenkapitalstärkung angehe. Bei der US-Investmentbank JP Morgan hiess es, mit dem Verkauf wolle der CS-Konzern seine Eigenkapitalsituation verbessern und falls er zustande komme, wäre dies günstig für die Aktie.

Ein CS-Sprecher erklärte, der Konzern äussere sich nicht zu Marktgerüchten. Pershing ist die zweitgrösste Wertpapier-Abwicklungsfirma in den USA und bearbeitete im dritten Quartal pro Tag durchschnittlich 121.000 Transaktionen - das war das niedrigste Niveau in vier Jahren.

Die CS Group übernahm die Firma im Jahr 2000 als Teil des Asset Managers Donaldson, Lufkin & Jenrette. Pershing wurde als Teil von CSFB geführt, die das dritte Quartal mit einem Verlust von 425 Millionen Dollar abschloss. Der ganze CS-Konzern kam auf einen Quartalsverlust von mehr als zwei Milliarden Franken.

Die CS-Aktien zogen an der Börse bis Mittag bei gutem Handelsvolumen 3,5 Prozent auf 32,25 Franken an. Der Gesamtmarkt tendierte 1,5 Prozent fester und der DJ StoxxFinancial Services-Index stieg um 2,4 Prozent.

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