Verkauf der Varta-Anteile
BMW weist Bericht über Milliarden-Rückstellungen zurück

Die Familie Quandt wird sich nicht von ihrem 47-prozentigen Anteil an der BMW AG, München, trennen.

vwd/reuters MÜNCHEN. Während bei BMW zu Börsen-Gerüchten, die Familie Quandt plane den Verkauf ihrer BMW-Anteile, keine Stellung bezogen wurde, dementierte ein Sprecher der Familie am Donnerstag mit den Worten: "ein Verkauf stehe wirklich nicht zur Diskussion". BMW sei ein "hervorragendes" Investment und in der "Performance" in jeder Beziehung "überzeugend".

Hier der 3-Monatsverlauf

Der Sprecher wies darauf hin, dass Herbert Quandt 1960, als BMW sich in einer "schwierigen Situation" befunden habe und eine Übernahme durch Daimler drohte, dazu entschloss, rund 50 Prozent der Aktien zu übernehmen. Die Familie Quandt habe zu jener Zeit zu BMW gehalten und werde dies auch in Zunkunft tun.

Der Quandt-Sprecher erklärte, aus dem geplanten Verkauf der 43-prozentigen Varta-Anteile der Quandt-Kinder Sven, Sabina und Sonja, über den am 12. Dezember entschieden werde, und des Verkaufs der Delton-Sparte "flexible Verpackungen" an die Klöckner Pentaplast GmbH, Duisburg, lasse sich nicht auf eine Abgabe der BMW-Anteile schließen. Dies seien vollkommen unterschiedliche Engagements.

Die Anteile von Varta hielten die Kinder aus Quandts zweiter Ehe, während die BMW Anteile Quandts dritte Frau Johanna und deren Kinder Stefan und Susanne gehörten. Der Verkauf der Delton-Sparte "flexible Verpackungen" sei im Zuge einer strategischen Neuausrichtung des Unternehmens geschehen, sagte der Sprecher.



BMW weist Bericht über neue Milliarden-Rückstellungen zurück

Der Münchener Autokonzern BMW AG hat unterdessen einen Zeitungsbericht zurückgewiesen, wonach er in Erwartung einer Klage von enttäuschten Rover-Händlern eine neue Rückstellung über eine Milliarde DM gebildet habe. Das sei nicht richtig, sagte ein BMW-Sprecher am Donnerstag auf Anfrage in München.

Die "Financial Times Deutschland" hatte zuvor berichtet, BMW könne wegen des drohenden Prozessverlustes nicht, wie von Finanzchef Helmut Panke geplant, einen Teil der 3,1 Milliarden DM auflösen, die im Frühjahr 2000 für die Folgelasten aus dem Verkauf der verlustträchtigen britischen Tochter gebildet worden waren.

Der BMW-Sprecher sagte, das Unternehmen gehe weiter davon aus, dass die 3,1 Milliarden DM ausreichten. Finanzvorstand Panke hatte zuletzt mehrfach angedeutet, dass BMW den Betrag teilweise wieder auflösen und damit das Eigenkapital stärken könnte. Der stellvertretende Vorsitzende des Händlerverbandes, Jens Gabriel, hatte die Klageforderung auf "deutlich über 100 Millionen DM" beziffert.

Die Händler werfen BMW früheren Angaben zufolge vor, durch die lange Unsicherheit beim Verkauf von Rover für einen Absatzeinbruch verantwortlich zu sein. BMW stellt sich auf den Standpunkt, zu den Händlern gebe es keine Rechtsbeziehung mehr.

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