Verkauf des Fernseh-Kabelnetzes
Telekom nimmt drei Bieter in engere Wahl

Die Deutsche Telekom hat drei Bieter für ihr Fernseh-Kabelnetz in die engere Wahl genommen. Alle drei seien jeweils am vollständigen Erwerb der sechs Kabel-Regionalgesellschaften interessiert, teilte der Konzern am Montag in Bonn mit.

ddp BONN. Sie hätten die wirtschaftlich attraktivsten Angebote vorgelegt. Über die Höhe der Gebote für das verbliebene TV-Kabel machte die Telekom keine Angaben.

Der Technik-Vorstand und stellvertretende Vorstandsvorsitzende Gerd Tenzer erklärte lediglich, die vorliegenden Angebote zeigten, dass das Kabel-TV-Geschäft trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage bei Investoren nach wie vor auf großes Interesse stoße.

Der Telekom gehören noch die sechs Regionalgesellschaften in Bayern, Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen, Berlin/Brandenburg, Bremen/Niedersachsen, Hamburg/Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern sowie Rheinland-Pfalz/Saarland. Die Namen der drei Bieter gab der Konzern nicht bekannt.

In der vergangenen Woche hatte es geheißen, im Rennen seien noch vier Konsortien. Zu diesen sollen eine Gruppe unter Führung der US-Investmentbank Goldman Sachs, ein Konsortium aus der Londoner Finanzinvestmentgesellschaft CVC und Warburg Pincus sowie die Finanzinvestoren Blackstone, Apollo und BFD Capital unter Beteiligung des US-Konzerns Liberty gehören.

Die Telekom erhofft sich nach eigenen Angaben bisher einen Betrag zwischen 2,5 Mrd. und 3,5 Mrd. Euro aus dem Verkauf des TV-Kabels. Ursprünglich hatte das Kabelgeschäft für 5,5 Mrd. Euro an das US-Unternehmen Liberty Media gehen sollen, das als einziger Nicht-Finanzinvestor auch bisher noch weiter Interesse gezeigt hatte. Die Komplettübernahme des Telekom-Kabels durch Liberty war im Februar am Widerstand des Bundeskartellamtes gescheitert.

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