Verkauf ist noch Bedingung für die Viag-Veba-Funktion
Eon-Chef erwartet bald endgültige Bewag-Entscheidung

rtr DüSSELDORF. Der monatelange Streit über die Zukunft der Berliner Bewag hat nach Ansicht von Eon-Chef Ulrich Hartmann bald ein Ende. "Wir erwarten den Spruch des Schiedsgerichts auf der Basis des Vergleichsvorschlags in den nächsten zehn bis 14 Tagen", sagte Hartmann am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf. Bei einem ersten Treffen habe das eingesetzte Schiedsgericht vorgeschlagen, dass die Hamburgische Electricitätswerke (HEW) und die US-amerikanische Mirant (früher Southern Energy) künftig zu gleichen Teilen an Bewag beteiligt werden. Beide sollten Bewag gemeinsam führen. Mirant habe sich bis Dienstag nicht bei Eon zu dem Vorschlag geäußert, sagte Hartmann. Eon erfüllt mit dem Verkauf seines 49-prozentigen Bewag-Anteils eine Bedingung, die die EU-Kommission für ihre Genehmigung der Fusion von Veba und Viag zu Eon gestellt hatte.

Da Mirant bereits 26 % und HEW elf Prozent an Bewag hielten, müsste Eon von seinen 49 % mehr Anteile an HEW als an Mirant abgeben, damit im Ergebnis beide 43 % hielten, hieß es von Eon weiter. Sollte diese Lösung tatsächlich greifen, würde damit auch die Zustimmung des Kartellamtes zur Übernahme des ostdeutschen Stromversorgers Veag durch die HEW wahrscheinlich, sagte Hartmann. "Ich habe das Gefühl, dass es positiv gesehen wird, wenn HEW eine entscheidende Aktionärsrolle bei Bewag übernimmt." Die Kartellwächter hatten bemängelt, dass beim HEW-Konzept des Aufbaus eines Nordostversorgers als "vierte Kraft" in Deutschland der Zugang zum Endkunden fehle. Eon wollte zunächst seinen ganzen Bewag-Anteil an HEW verkaufen. Mirant, die mit 26 % an Bewag beteiligt sind und ein Vorkaufsrecht reklamieren, hatten dagegen eine einstweilige Verfügung erwirkt.

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