Verkauf von Office XP in Deutschland gestartet
Microsoft verspricht das Büro im Internet

Als erste Software mit der umstrittenen Produktaktivierung hat Microsoft "Office XP" auf den deutschen Markt gebracht. Zeitgleich startet der Softwarehersteller aus Redmond (US-Bundesstaat Washington) die Markteinführung des neuen Produkts weltweit in 15 Ländern.



DÜSSELDORF. Die Büro-Software ist der erste Bestandteil der neuen XP-Produktserie - XP steht für "Experience", also Erfahrung oder Erlebnis -, mit dem Microsoft die Windows-Versionen 98 und 2000 ablösen will.

Anders als bisher lässt sich Office XP nicht ohne weiteres auf verschiedenen Computern betreiben, sondern muss erst freigeschaltet werden. Der Anwender ist gezwungen, Office XP zu registrieren. Weigert er sich, wird das Programmpaket nach 50 Aufrufen blockiert. Erst nach Registrierung im Internet oder per Telefon kann weitergearbeitet werden. Das Büropaket, mit dem der Softwarehersteller rund 30 % seines Umsatzes macht, besteht nach wie vor aus den bekannten Anwendungen Word (Textverarbeitung), Excel (Tabellenkalkulation), Power-Point (Präsentation) und Outlook (E-Mail, Kalender, Adressbuch). Diese Standard-Version kostet rund 1 300 DM, als Update 600 DM.

Die Entwickler haben sich beim Office XP vor allem auf den Bedienkomfort konzentriert. Außerdem verschmilzt das Büroprogramm weiter mit dem Internet. Benutzer können aus dem Anwendungsprogramm heraus E-Mails verschicken, Dateien im Netz speichern oder Informationen aus dem Web holen und mit dem eigenen Dokument verknüpfen. Umgekehrt ist es möglich, Inhalte aus dem Web in Dokumente zu integrieren. So sind Excel-Tabellen möglich, die automatisch die aktuellen Börsenkurse aus dem Netz holen. Schon bald sollen kostenpflichtige Informationsdienste angeboten werden, die exklusiven Office-XP- Benutzern zur Verfügung stehen.

Das ist aber nur der erste Schritt in Richtung .NET - Microsofts Konzept, wie Anwendungen und Daten in Zukunft über das Internet vernetzt werden. Microsoft hat nach eigenen Angaben den "Knowledge Worker des 21. Jahrhunderts" im Auge. Besonders wichtig sind daher auch Aspekte der Teamarbeit. Eine Funktion namens "Share Point Team Services" ermöglicht es Arbeitsgruppen, komfortabler als bislang gemeinsam an Projekten zu arbeiten und Webseiten für Arbeitsgruppen anzulegen. Vorteil: Dokumente müssen nicht mehr als E-Mail hin und her geschickt werden, sondern lassen sich an zentraler Stelle speichern. Jeder aus der Arbeitsgruppe kann bequem darauf zugreifen - auch von unterwegs. Korrekturen werden protokolliert und sind jedem zugänglich.

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