Verkauf von Vermögenswerten soll die Kasse füllen
Dynegy versucht Sanierung aus eigener Kraft

Der US Dynegy Inc., -Energiehändler Houston/Texas, hat eine Kapitalumstrukturierung von 1,25 Mrd. $ angekündigt. Damit will das angeschlagene Unternehmen seine Cash-Reserven aufstocken und Schulden abbauen.

HOUSTON. Zum einen will der Energiehändler Vermögenswerte in Höhe von 750 Mill. $ veräußern. Zum anderen will das Unternehmen in den kommenden Monaten Stammaktien ausgeben und erhofft sich daraus Einnahmen in Höhe von 500 Mill. $. Der Dynegy-Anteilseigner Chevron-Texaco unterstütze die Kapital-Umstrukturierung, hieß es aus Unternehmenskreisen. Der US-Ölkonzern, der 26 % der Stammaktien des Energiehändlers hält, überlege, diesen Anteil bei der Ausgabe der neuen Papiere aufzustocken. Außerdem will Dynegy sein Budget für das Geschäftsjahr 2002 um mindestens 350 Mill. $ kürzen.

Damit reagiert der Energiehändler auf wachsenden Druck von Investoren und Analysten. Dynegy hatte Ende November den Branchenriesen Enron übernehmen wollen, die Übernahme dann aber abgeblasen. Jetzt steckt der Energiehändler selbst in der Krise: Das Unternehmen leidet unter sinkenden Aktienkursen und herabgestuften Kreditratings durch Moody?s; überdies ist der gesamte Energiehandelssektor wegen der geplatzten Übernahme in eine Vertrauenskrise geschlittert.

Dynegy dürfte zudem seine Prognosen für den Gewinn je Aktie im nächsten Jahr verfehlen. Das Unternehmen erwarte nun einen Gewinn von 2,30 bis 2,35 $ je Anteilschein statt wie bisher 2,50 bis 2,60 , teilte der Konzern am Montag mit. Der Grund sind Kostensenkungen und der geplante Verkauf von Vermögenswerten.

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