Verkaufsstart Mitte November – Angriff auf Marktführer Nokia
Microsoft und Orange präsentieren gemeinsam UMTS-Handy

Der größte Softwarekonzern der Welt und die Mobilfunktochter von France Télécom stellten gemeinsam in London ein neues Multimedia-Handy vor, das als erstes Mobilfunktelefon mit dem Betriebssystem Windows läuft.

ruk/Reuters LONDON. Die ersten mit großem Farbbildschirm, Video-, E-Mail- und Kameraanschluss ausgestatteten Handys sollen bereits am 11. November in Großbritannien im Fachhandel zu kaufen sein. Als Einführungspreis wurden 179 Pfund (rund 283 Euro) genannt. Das vom taiwanesischen Auftragshersteller HTC entworfene und gefertigte Handy "Orange SPV" (Sound, Picture and Video) wäre damit deutlich billiger als ähnliche von Nokia und Sony-Ericsson geplante Geräte.

Zur Markteinführung will Orange einen auf dieses neue Handy zugeschnittenen Service anbieten. Der damit verbundene mobile Internet-Zugang und E-Mail-Dienst soll nur sechs Pfund im Monat kosten. Gebühren für das Telefonieren sowie das Versenden von SMS (kurze Texte) oder MMS (Bilder) werden gesondert berechnet.

Der weltweit führende Handy-Produzent Nokia hat sein neues 3G-Handy im September vorgestellt. Dabei hatte der finnische Konzern aber darauf verwiesen, dass das Gerät nicht vor Mitte kommenden Jahres in den Handel kommen werde.

Nach der Vorstellung in London scheint es Microsoft zusammen mit Orange und HTC gelungen zu sein, eine Ankündigung von Bill Gates war zu machen, deren Verwirklichung viele nicht für möglich gehalten hatten. Auf der Telecom Messe in Genf hatte der Mitgründer von Microsoft 1999 versprochen, eine Verbindung zwischen dem Personalcomputer und Mobilfunkhandys aufzubauen. Nach Ansicht von Branchenanalyst John Strand vom dänischen Haus Strand Consult stelle sich nicht die Frage, ob das Produkt ein Erfolg wird, sondern wie groß der Erfolg sein wird.

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