Verkaufswelle befürchtet
US-Konjunkturschwäche stimmt Wall Street nervös

Wegen unerwartet schlechter Konjunkturdaten standen die amerikanischen Aktienbörsen am Mittwoch fast den ganzen Tag über unter Druck.

dpa/HB NEW YORK. Dann setzten aber wenige Minuten vor Handelsschluss Deckungsverkäufe von Spekulanten ein. Sie hatten Leerverkäufe vorgenommen und wollten ihre Positionen zum Monatsende glatt stellen. Dies verhalf den Standardwerten teilweise zu Kursgewinnen.

Der Dow-Jones-Index stieg um 56,56 Zähler oder 0,65 Prozent auf 8736,59 Punkte. Der S&P-500-Index legte um 8,84 Zähler oder 0,98 Prozent auf 911,62 Punkte zu. Der technologieorientierte Nasdaq-Index fiel jedoch um 15,92 Zähler oder 1,18 Prozent auf 1328,27 Punkte. 1670 Aktien wiesen an der New Yorker Börse Pluszeichen auf, 1578 gaben nach, und 148 waren unverändert. Es wurden rund 1,8 Milliarden Aktien gehandelt.

Die US-Wirtschaft verbuchte im zweiten Quartal nur noch 1,1 Prozent Wachstum gegenüber 5 Prozent in den vorangegangenen drei Monaten. Die Wirtschaftsweisen an der Wall Street hatten mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,2 Prozent gerechnet. Hinzu kamen schlechter als erwartete Daten der Unternehmenseinkäufer aus Chicago sowie ein bescheidener landesweiter Konjunkturbericht der amerikanischen Notenbank.

IBM will die Consultingsparte des weltgrößten Wirtschaftsprüfers PricewaterhouseCoopers für 3,5 Milliarden Dollar kaufen. Die IBM-Aktien gaben nach.

Microsoft, Intel und der Medien- und Online-Riese AOL Time Warner standen ebenfalls unter Druck. AOL Time Warner hat eine Buchführungsuntersuchung des US-Justizministeriums bestätigt. Die Telefongesellschaft Verizon konnte trotz eines Milliardenverlusts im zweiten Quartal zulegen. Coca-Cola, Johnson & Johnson, Exxon-Mobil und Alcoa zählten bei den Standardwerten zu den Gewinnern.

30-jährige US-Staatsanleihen stiegen um mehr als einen Punkt. Die Rendite sackte deshalb deutlich von 5,40 Prozent auf 5,30 Prozent ab. Die festverzinslichen Langläufer profitierten von der schwächeren US- Konjunkturlage. Wahrscheinlich werden die Währungshüter in Washington die Leitzinsen bis auf weiteres unverändert lassen. Der Euro notierte mit 0,9781 Dollar gegenüber 0,9839 Dollar am Vortag.

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