Verkehrschaos vor Porto
Im Stau mit Kahn

Wer zum Fußball nach Porto will, legt sich mit der Bundeswehr an und folgt dann dem deutschen Bus. Denn die Mannschaften haben Vorfahrt - und das mit Blaulicht... .
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PORTO. Schon beim Anflug auf Porto war klar, dass es irgendwie ein bisschen eng wird im Luftraum. Der Charterflug aus Bremen, die Meistermaschine, jene, mit der die Bremer als Deutscher Meister aus München daheim landeten, muss sofort abdrehen. Knapp hinter uns Otto Schily mit der Bundeswehrmaschine. "Informieren Sie Schily und die Bundeswehr, dass wir die Meistermaschine sind und zuerst landen", erklärt der Präsident des SV Werder der Stewardess, doch die weiß, dass noch ungefähr 242 Charterflüge aus Amsterdam landen wollen. "Keine Panik", sagt Dieter Burdenski, Torwartlegende, "wir landen jetzt erst mal in Vigo, Spanien!" Aus der Luft organisiert Burdenski mit seinem Team "Burdenski-Events", das sich zu einem profilierten Reise- und Veranstaltungsunternehmen gemacht hat, einen Bus in Vigo, der die Bremer nach Porto bringen soll.

Vier Stunden später, auf einer Einbahnstraße in Porto, steht der Bus in einem 16 Kilometer langen Stau zum Estadio Dragao. In Porto landen, wenn?s hochkommt, am Tag vier Chartermaschinen, aber nicht 243 gleichzeitig aus Amsterdam, was dann ungefähr 2000 Busse macht! Porto ist wirklich eine traumhafte Gastgeber-Stadt, aber wenn man für 2000 Holländer-Busse nur eine Einbahnstraße plant, dann wird?s echt eng.

Es ist 18.30 Uhr Ortszeit, und in etwas mehr als einer Stunde werden die Hymnen abgesungen. Thomas Schaaf, der Meistertrainer, geht zum Busfahrer und will mit seiner Gattin zu Fuß laufen. Plötzlich Sirenen. Blaulicht. Von rechts vorbei der EM-Bus mit den holländischen Spielern, ganz vorne zu sehen Trainer Dick Advocaat. 100 Meter später bleiben die Oranjes stecken. "Wenn die Holländer nicht ankommen, gewinnen wir die Gruppe", ruft einer, doch wieder Sirenen, Blaulicht - und nun kommt?s!

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