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Verkehrsminister Stolpe droht Mautprellern mit Stillegung der LKW

Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) hat drakonische Strafen für Mautpreller angekündigt. "Die Kontrolleure können die Fahrzeuge sogar stilllegen", sagte Stolpe der "Welt" (Donnerstagausgabe). Die Kontrolldichte sei sehr hoch. Jeder zehnte LKW könne überprüft werden.

dpa-afx BERLIN. Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) hat drakonische Strafen für Mautpreller angekündigt. "Die Kontrolleure können die Fahrzeuge sogar stilllegen", sagte Stolpe der "Welt" (Donnerstagausgabe). Die Kontrolldichte sei sehr hoch. Jeder zehnte LKW könne überprüft werden.

"Bei der Einführung der Eurovignette vor zehn Jahren waren es in den ersten zwei Monaten 20 Prozent Mautpreller, später sank es auf fünf Prozent ab", sagte Stolpe. Eine Mauterhebung auf Bundesstraßenabschnitten, die von zahlungsunwilligen LKW-Fahrern als Ausweichstrecken benutzt würden, könne erst ab 2006 erfolgen. Erst dann funktioniere das dafür nötige On-Board-Unit II-System.

Stolpe rechnet erst ab 10. Januar mit der vollen Last des Mautsystems. Sein Ministerium habe 53 so genannte "Hot Spots" an den Grenzen und großen Autobahnkreuzen ausgemacht, an denen es zu Staus kommen könne. Dort würden besonders viele Helfer und Polizeikräfte eingesetzt, die die Trassen freihalten sollen.

Das weltweite Interesse am deutschen Mautsystem sei von Finnland bis China groß. "Wir werden einen wahren Maut-Tourismus erleben", sagte Stolpe. Das Maut-Konsortium hatte wiederholt betont, dass sie ihr System ins Ausland exportieren will.

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