Verkehrsminister und Fernfahrer wollen Abkommen unterzeichnen
Frankreich senkt die Dieselsteuern nach Protesten

Nach zweitägigen Blockaden protestierender Fuhrunternehmer in Frankreich haben sich die Pariser Regierung und die Spediteure Angaben der Fernfahrerverbände zufolge auf eine Senkung der Dieselsteuern geeinigt. Die französischen Fernfahrer hielten ihre Protestblockaden am Mittwochmorgen zunächst aufrecht.

afp PARIS. Wie Verbandsvertreter nach verlängerten Verhandlungen im Pariser Verkehrsministerium am Mittwochmorgen mitteilten, fanden beide Seiten einen Kompromiss. Danach soll die Dieselsteuer in diesem Jahr um 35 Centimes (rpt 35, rund zehn Pfennig) und im kommenden Jahr um 25 Centimes (rund sieben Pfennig) reduziert werden. Die Verbandsvertreter sagten, über diesen Kompromiss solle nun ihre Basis entscheiden. Wie Verkehrsminister Jean-Claude Gayssot mitteilte, wollte er am Mittwochvormittag mit den drei wichtigsten Lkw-Verbänden ein entsprechendes Abkommen unterschreiben.

Damit sei die Lähmung des Landes durch Lkw-Blockaden von Zufahrten zu allen wichtigen Raffinerien und Tanklagern des Landes so gut wie beendet, sagte Gayssot. Es handele sich bei dem Kompromiss um ein "konkretes und positives Ergebnis", sagte Gayssot, das die Situation der Fuhrunternehmen deutlich verbessern werde. Auch die Situation der anderen am Streik beteiligten Berufsgruppen werde verbessert. Dazu habe Finanznminister Laurent Fabius bereits am Donnerstag vergangener Woche entsprechende Maßnahmen zur Kompensierung der steigenden Treibstoffpreise angekündigt, sagte Gayssot.

Aus Protest gegen diese hatten Spediteure und Landwirte die Blockaden in der Nacht zum Montag errichtet. Vor der Einigung hatte sich am Dienstag die Versorgung mit Benzin und Diesel in Frankreich drastisch verschlechtert. Außerhalb des Großraumes Paris musste der Kraftstoff an den Tankstellen Behördenangaben zufolge landesweit rationiert werden. Die Treibstoffknappheit wurde durch Hamsterkäufe noch verstärkt, in vielen Regionen wurden Tankstellen angewiesen, nur noch Rettungsfahrzeuge und wichtige Transporte zu betanken.

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