Verkehrsminister will freien Wettbewerb auf der Schiene
Bundesregierung will der Bahn Schienennetz entziehen

Verkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) will das bisherige Monopol der Deutschen Bahn AG auf dem Schienennetz schrittweise beseitigen. "Es geht nicht mehr um das Ob", unterstrich der SPD-Politiker, "sondern lediglich noch um das wie."

dpa HAMBURG. Die Bundesregierung will das bisherige Monopol der Deutschen Bahn AG auf dem Schienennetz schrittweise beseitigen. Das bestätigte Verkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) in der neuesten Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel".

"Es geht nicht mehr um das Ob", unterstrich der SPD-Politiker, "sondern lediglich noch um das wie." Er wolle das Schienennetz einer "eigenständigen Netz AG im Bundesbesitz" übertragen, die sich "am Ende vornehmlich durch die Einnahmen aus den Trassenpreisen finanziert." Noch im März soll eine Taskforce des Verkehrsressorts beginnen, Details der Trennung von Netz und Betrieb zu klären, heißt es. Im Frühherbst sollten die Ergebnisse vorliegen. "Die Straßen sind an vielen Stellen schon heute dicht", sagte Bodewig, freie Kapazitäten im Schienennetz müssten über den Wettbewerb erschlossen werden.

Bahnchef wehrt sich gegen Trennung von Netz und Betrieb

Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte sich gegen die jetzt geplante Trennung von Netz und Betrieb gewehrt, bis zuletzt auch im Streit mit dem am Mittwoch dieser Woche zurückgetretenen Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Vogel. Bodewig sagte: "Ich habe meine Vorstellungen mit Herrn Mehdorn besprochen und sehe keinen Widerstand aus der DB AG."

Noch immer nicht festgelegt hat sich der Verkehrsminister auf eine exakte Höhe der Autobahngebühr für schwere Lastkraftwagen, die ab 2003 eingeführt werden soll. Erst wenn die Ausschreibung zum technischen Inkassosystem ausgewertet sei, wolle Bodewig über die Höhe entscheiden, schreibt der "Spiegel".

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%