Verlag muss sparen
FAZ baut massiv Stellen ab

Die in die Krise geratene Frankfurter Allgemeine Zeitung muss den Gürtel enger schnallen und plant Stellenstreichungen. Die ambionierten "Berliner Seiten" werden eingestellt.

wiwo/ap FRANKFURT. Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» muss nach mehreren Rekordjahren auf Sparkurs umschalten. Unter anderem sollen bei der FAZ-Gruppe offenbar einige hundert Arbeitsplätze gestrichen werden. So werde die Beilage "Berliner Seiten" wird Ende Juni eingestellt, bestätigte die F.A.Z. am Dienstag. Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Jochen Becker, wurde mit den Worten zitiert, die Zeitungsbranche erlebe derzeit einen Umsatzeinbruch, wie es ihn nach dem Krieg nicht gegeben habe. Den Angaben zufolge gingen die Umsatzerlöse der GmbH im vergangenen Jahr um 22,5 Prozent auf 416 Millionen Euro zurück, es ergab sich ein Jahresfehlbetrag von 27 Millionen Euro. In diesem Jahr habe sich die Lage nicht gebessert, hieß es, und auch für 2003 seien die Aussichten verhangen.

"In den vorhergegangenen drei Rekordjahren und in den guten Jahren davor" habe das Zeitungshaus ansehnliche Reserven ansammeln können, hieß es. Im Jahr 2000 sei noch ein Jahresüberschuss von 33 Millionen Euro erzielt worden. Daher habe die Zeitung "gute Aussichten, durch dieses schwere Fahrwasser hindurchzukommen". Geplant sind "betriebsbedingte Kündigungen quer durch die Verlagsgruppe". Die Zahl der Arbeitsplätze, die in diesem und dem nächsten Jahr abgebaut werden, soll "im unteren dreistelligen Bereich" liegen. Hinzu kämen weitere Maßnahmen, hieß es. Becker wurde mit den Worten zitiert, alles müsse auf den Prüfstand. Die publizistische Qualität solle aber nicht leiden.

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