Verlage haben Interesse
Yell hat kein Interesse mehr an DeTeMedien

Der Chef des größten britischen Anbieters, John Condron, sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag in London, Yell habe sich für die Telekom-Tochter interessiert. "Ich sehe derzeit keine eindeutige Möglichkeit für eine sofortige Akquisition in Europa", sagte Condron.

Reuters LONDON. Er sei sich nicht sicher, ob es angesichts der Möglichkeiten (bei DeTeMedien) eine langfristige Zukunft für die beiden Unternehmen gebe.

Seinen Worten zufolge wäre eine Transaktion sehr komplex, da DeTeMedien die Telefon- und Branchenverzeichnisse in Deutschland nicht selbstständig, sondern in Kooperation mit rund 100 regionalen Verlagen produziert und vertreibt. Yell bekräftigte indes sein Interesse, in Großbritannien und den USA weiter expandieren zu wollen.

Das Unternehmen war 2001 von BT (ehemals British Telecom) an die Kapitalanlagegesellschaften Apax Partners sowie Hicks, Muse, Tate & Furst für 2,14 Mrd. Pfund (3,21 Mrd. Euro) veräußert worden.

DeTeMedien ist in Deutschland Marktführer bei Telefon-Verzeichnissen. Die Telekom prüft derzeit einen Verkauf der 100-prozentigen Tochter, um damit einen Teil der hohen Schulden von zuletzt 64 Mrd. Euro zu senken. Mehrere der mit DeTeMedien kooperierenden Verlage prüfen nach Branchenangaben, die Telekom-Tochter selbst zu übernehmen, um das eigene Geschäft abzusichern. In verhandlungsnahen Kreisen war der Unternehmenswert von DeTeMedien auf bis zu 1 Mrd. Euro geschätzt worden.

In der vergangenen Woche hatten der mit der Telekom in Deutschland konkurrierende Auskunftsanbieter Telegate und seine italienische Muttergesellschaft Seat Pagine Gialle dementiert, DeTeMedien übernehmen zu wollen.

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