Verlagsgruppe erwartet Einbußen bei Umsatz und Gewinn
Auch Madsacks Flaggschiff schwächelt

Die Verlagsgruppe Madsack in Hannover rechnet wegen eines rückläufigen Anzeigengeschäfts im laufenden Jahr 2002 nach eigenen Angaben mit deutlichen Einbußen bei Umsatz und Gewinn.

Reuters HANNOVER. Gesunkene Papierpreise brächten zwar Entlastungen bei den Kosten, doch werde wegen der Tariferhöhungen im Verlags- und Druckgewerbe mit einem höheren Personalaufwand gerechnet, teilte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Friedhelm Haak, am Freitag in Hannover weiter mit. Wie die gesamte Medienbranche sei der Madsack-Konzern mit erheblichen Einbußen bei Umsatz und Gewinn ins laufende Geschäftsjahr 2002 gestartet. Die Auflage der sieben Zeitungen der Verlagsgruppe mit dem Flaggschiff "Hannoversche Allgemeine Zeitung" habe sich 2001 auf 349 600 von 352 100 Exemplaren im Jahr davor verringert, hieß es.

Im Jahr 2001 seien die Anzeigenerlöse der Gruppe in Folge der wirtschaftlichen Rezession eingebrochen. Nach dem Rekordjahr 2000 mit einem Wachstumsschub im Anzeigengeschäft sei der Umsatz dieser stärksten Säule des Konzerns dadurch auf 183,5 Mill. Euro von zuvor 216 Mill. Euro geschrumpft.

Im Stammgeschäft in Niedersachsen habe Madsack einen Umsatzrückgang um 7,6 % auf 324,1 Mill. Euro erlitten. Das Anzeigengeschäft habe dabei 15,1 % auf 126,3 Mill. eingebüßt, der Umsatz mit Beilagen sei um 8,3 % auf 38,8 Mill. Euro gesunken. Wegen höherer Bezugspreise habe der Vertriebsumsatz dagegen leicht um 2,8 % auf 69,3 Mill. Euro zugelegt. Die Zahl der Beschäftigten sei im Jahresdurchschnitt um 2,1 % auf 2065 abgebaut worden.

Auch die Geschäftsentwicklung in Sachsen, wo Madsack und der Springer-Verlag je zur Hälfte an der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft mit der "Leipziger Volkszeitung" und der "Dresdner Neueste Nachrichten" beteiligt sind, sei von dem Negativtrend betroffen. Deren Umsatz habe sich um 7,4 % auf 151,7 Mill. Euro verringert, hieß es.

Insgesamt weist der Konzern für 2001 bei einem auf 475,8 (Vorjahr 514,3) Mill. Euro zurückgegangenen Konzernumsatz einen Jahresüberschuss von 54,7 Mill. Euro nach 78,1 Mill. Euro im Jahr davor aus. Abzüglich pauschalierter Steuern liege der Konzernüberschuss bei 31,8 (53,9) Mill. Euro. Die Erträge aus nicht konsolidierten Beteiligungen hätten mit 10,6 (11,6) Prozent erneut einen wichtigen Beitrag zur Ertragssicherung des Konzerns geleistet.

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