Verlagshaus hält langfristig am Rückzug aus dem Regionalzeitungsgeschäft fest
Verkauf der „Sächsischen Zeitung“ vorerst auf Eis gelegt

Wie das Zeitschriftenhaus erklärt, lassen die momentane Situation und die anhaltend schlechten Nachrichten auf dem Markt für Regionalzeitungen eine Veräußerung derzeit nicht zu.

lip HAMBURG. Das Verlagshaus ("Stern", "Financial Times Deutschland") hatte nach Informationen des Handelsblatts in den vergangenen Monaten mit der Essener Waz-Gruppe und der Verlagsgruppe Madsack verhandelt. Doch die Interessenten hatten offenbar das gegenwärtige Überangebot an verkäuflichen Regionalzeitungen zu nutzen versucht, um den Preis für die Gruner-Titel erheblich zu drücken.

Erst vor zwei Wochen hatte der Süddeutsche Verlag in München mit seiner konzerneigenen "Süddeutschen Zeitung" erklärt, man wolle die Sparte "Regionalzeitungen" verkaufen. Dazu gehören unter anderem Zeitungen in Franken ("Frankenpost", "Coburger Neue Presse") und in Südthüringen ("Freies Wort"). Damit will sich der Verlag, dessen Ergebnis durch das derzeit schwache Anzeigengeschäft unter Druck geraten ist, zusätzliche Liquidität verschaffen. In Branchenkreisen wird seit einigen Wochen spekuliert, dass der Printkonzern vor der Insolvenz steht - das bestreitet die Geschäftsführung vehement.

Gruner+Jahr hält aber am Rückzug aus den Regionalzeitungen weiter fest. Das Zeitungshaus hatte sich vor Jahren bereits von der "Hamburger Morgenpost" getrennt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%