Verlaufsbericht
Dax trotz guter US-Vorgaben nur wenig verändert

Der Markt beobachtet die Versteigerung der UMTS-Lizenzen. Die T-Aktie ist umsatzstärkster Wert im Dax.

Reuters FRANKFURT. Trotz der guten US-Vorgaben haben sich die deutschen Standardwerte am Montagvormittag kaum verändert präsentiert. Gegen 10.15 Uhr MEZ notierte der Deutsche Aktienindex moderate 0,18 % höher auf 7 337 Punkten. Händler sprachen von einem lustlosen und schleppenden Geschäft. Es fehlten Nachrichten, Ideen und Impulse, hieß es. Die Kursbewegungen bei den Einzelwerten hielten sich in recht engen Grenzen. "Der Markt kann sich momentan nicht zwischen der alten und der neuen Ökonomie entscheiden", sagte ein Börsianer.

Von 30 Top-Werten zeigten sich 21 mit Aufschlägen und neun mit Abschlägen. Gut anderthalb Stunden nach Handelsbeginn waren knapp drei Mill. Dax-Werte auf Xetra umgesetzt, was Börsianer als "dünn" bezeichneten.

Die US-Vorgaben für den Dax waren günstig. Die New Yorker Wall Street hatte am Freitag unter der Führung der Standardwerte fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index stieg 119,04 Punkte oder 1,09 % auf 11 027,80 Zähler. Der technologielastige Nasdaq-Index kletterte 0,78 % auf 3789,41 Zähler.

Das Interesse der Akteure richtet sich nach Angaben von Börsianern weiter auf die Versteigerung der deutschen UMTS-Mobilfunklizenzen. Bei der Auktion begann nach Analystenschätzung die entscheidende Phase. Am Freitag war mit dem Konsortium von Debitel und Swisscom die erste Bietergruppe aus der Versteigerung ausgeschieden. Einer der Bieter ist die Deutsche Telekom. Trotz der steigenden Preise legte die T-Aktie um 2,3 % zu. Mit 606 768 gehandelten Papieren war der Telekomtitel umsatzstärkster Wert.

Nach Vorlage ihrer Halbjahreszahlen zogen die Vorzugsaktien des Waschmittel- und Konsumchemieherstellers Henkel KGaA um 1,9 % an. Händler sagten, dass die Daten des Unternehmens etwa im Rahmen der Markterwartungen ausgefallen seien.

Auf Erholungskurs gingen die deutschen Banken. Am Freitag hatten sie auf Grund von Gewinnmitnahmen unter Druck geraten. Dresdner Bank verteuerten sich um 1,2 %, Commerzbank um 0,4 % und Hypo-Vereinsbank um 0,7 %. Deutsche Bank notierten kaum verändert.

SAP verschlechterten sich im Zuge von Gewinnmitnahmen um 0,4 % auf 271,0 Euro. Am Freitag war die Aktie nach Überschreiten einer wichtigen Widerstandslinie um 5,5 % in die Höhe gesprungen. Die übrigen Hochtechnologiewerte zeigten sich uneinheitlich. Siemens zogen um 0,4 % an, während Epcos 0,3 % und Infineon 0,9 % einbüßten.

Die Versorger waren in guter Verfassung. RWE gewannen knapp ein Prozent auf 41,62 Euro hinzu. Im Verlauf hatte der Wert ein neues Jahreshoch bei 41,75 Euro markiert. Eon erhöhten sich um 0,5 %.

Die Nebenwerte tendierten schwächer. Der MDax verringerte sich um 0,4 % auf 4837 Zähler. Die Aktien des Stuttgarter Pharmagroßhändlers Gehe gewannen nach Vorlage der Halbjahreszahlen gut drei Prozent auf 39,60 Euro. Damit notierten sie nur noch wenig unter ihrem Jahreshoch bei 39,99 Euro.

Am Neuen Markt ging es im Schlepptau der guten Nasdaq-Vorgabe bergauf. Der Nemax-All-Share-Index erhöhte sich um 0,6 % auf 5093 Punkte.



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