Verlaufsbericht
Europäischen Börsen tendieren freundlich

Aufgrund steigender Kurse im Telekommunikations-Sektor haben sich die europäischen Börsen von den anfänglichen Verlusten erholt.

Reuters FRANKFURT. Die europäischen Börsen haben sich am Mittwoch aufgrund steigender Kurse im Telekommunikations-Sektor von anfänglichen Verlusten erholt und gegen Mittag freundlich tendiert. Der Aufwärtstrend sei aber hauptsächlich durch "Schnäppchenjäger" auf der Suche nach günstigen Einstiegskursen ausgelöst worden, sagten Händler. Die negative Wall-Street Vorlage und die schwelenden Ängste bezüglich der Stabilität des konjunkturellen Umfeld würden die Stimmung dennoch belasten.

An der New Yorker Wall Street hatte die Gewinnwarnung des Filmherstellers Eastman Kodak am Dienstag für schlechte Stimmung gesorgt. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte beendete den Handel 1,64 % tiefer bei 10 631,32 Zählern. Der technologielastige Nasdaq-Index fiel um 1,39 % auf 3689,10 Zähler.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz stieg um rund ein Prozent auf 4 846 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) verbesserte sich um 0,9 % auf 4 980 Punkte.



London - FTSE-Index im Plus

In London erholte sich der FTSE-100-Index von anfänglichen Unsicherheiten und gewann bis gegen Mittag 1,3 % auf 6 295 Punkte. Die Stimmung sei grundsätzlich aber eher pessimistisch, sagten Händler. "Es gibt noch mehr Kodaks da draußen", hieß es. Auftrieb bekam der Markt heute von einem Kursanstieg von 3,8 % auf 254 Pence bei Indexschwergewicht Vodafone. Ebenfalls auf den Orderzetteln der Händler waren Titel von Logica Plc die rund vier Prozent zulegten. Mit Kursabschlägen von rund 13 % reagierten hingegen die Aktien von Granada Media auf eine Umsatzwarnung des Unternehmens und eine Herunterstufung durch ein Investmenthaus. Im Finanzsektor gaben Bank of Scotland rund zwei Prozent nach.

Zürich - SMI-Index wenig verändert

Die Schweizer Börse präsentierte sich wenig verändert. Der SMI-Index stieg gegen Mittag um 0,09 % auf 7 973 Punkte zu. Mit einem höher als erwareteten Gewinnplus überraschten Rentenanstalt positiv. Die Titel stiegen um 12 Franken auf 1 388 sfr. Auch Titel von Swatch Group konnten sich verbessern und gewannen 34 Franken auf 2 605 sfr dazu. Novartis-Aktien kletterten um 22 Franken auf 2 690 sfr, Roche-Titel verbesserten sich um 90 Franken. ZU den Verlieren gehörten Alusuisse-Titel, die 22 Franken oder zwei Prozent auf 1 068 sfr abgaben.



Paris - CAC-Index vom Minus ins Plus

Den Sprung aus der Verlustzone schaffte der CAC 40-Index an der Pariser Börse. Nach anfänglichen Verlusten legte der Index für die 40 größten Unternehmen gegen Mittag um 0,8 % auf 6 347 Punkte zu. Klar im Plus lagen Equant-Aktien, die rund 3,4 % gewannen. Auch Marktschwergewicht France Telecom kletterte um 1,8 %. Deutliche Verluste fuhren hingegen die Aktien der Feuerzeug- und Stiftherstellers Bicein, die nach einem enttäuschenden Ausblick mit rund 17 % im Minus lagen. Auch Internetfirma Liberty Surf gehörten mit einem Minus von rund vier Prozent zu den Verlieren des Tages.



Mailand - Pirelli-Aktien im Blick

An der Mailänder Aktienbörse standen bei steigenden Kursen die Aktien von Kabel-Konzern Pirelli im Vordergrund. Im Gesamtmarkt legte der MIB30-Index um 0,8 % auf 45 959 Zähler zu. Pirelli hatte bekanntgegeben 90 % seiner Glasfaser-Sparte für 3,6 Mrd. Dollar an den US-Konzern Corning verkauft zu haben. Der Aktienkurs schoss daraufhin um rund acht Prozent in die Höhe. Telecom Italia-Aktien legten um 0,6 % zu. ZU den wenigen Verlierern im Markt gehörten Banca di Roma, die um 0,2 % nachgaben.



Madrid - Ibex-Index erholt

Der Ibex-Index an der Madrider Börse kletterte nach wechselhafter Eröffnung gegen Mittag um 0,5 % auf 11 005 Punkte. Indexschwergewicht Telefonica legte rund ein Prozent auf 23 Euro zu. Aktien des Energiekonzerns Endesa verteuerten sich um 1,3 %, während Titel von Repsol um 1,2 % nachgaben. Aktien von Tabakfirma Altadis zeigten sich ebenfalls erholt, und legten rund ein Prozent zu.



Amsterdam - AEX-Index fester

An der Amsterdamer Börse sind die Kurse dank festerer Technologietitel gestiegen. Der AEX-Index verbesserte sich um 0,6 % auf 657 Punkte. "Hier wollen Leute billig einkaufen", sagte ein Händler. Die in den vergangenen Tagen stark abgefallenen Titel von Chiphersteller ASM Lithography legten rund zwei Prozent auf 31 Euro zu. Corus-Aktien stiegen rund drei Prozent an. Die zu 51 % zu dem Stahlkonzern gehörende Avesta Sheffield AB und die finnische Outokumpu Oyi hatten zuvor bestätigt, Fusionsgespräche zu führen.



Wien - Vor Bank Austria-HV freundlich

Wiener Aktien haben vor der Hauptversammlung der Bank Austria-Aktionäre freundlich tendiert. Der ATX-Index gewann 0,3 % auf 1 165 Punkte. Gespannt warte der Markt auf die Entscheidung der BA-Aktionäre über den geplanten Zusammenschluss mit der Hypovereinsbank. "Wir erwarten aber keine Überraschungen, der Deal ist über die Bühne gegangen", sagte ein Händler. Bank Austria-Titel legten um 1,8 % auf 61,7 Euro zu. Auf der Verliererseite gaben Wolford rund drei Prozent ab.



Brüssel - BEL20-Index höher

In Brüssel lag der Bel20-Index gegen Mittag um 0,8 % fester auf 3 002 Punkten. Investoren suchten nach der frisch besiegelten Börsenallianz Euronext verstärkt nach französischen und niederländischen Titeln, sagten Händler. Euronext ist die Allianz der Börsen Brüssel, Paris und Amsterdam. Bei den Gewinnern stachen Titel von Elektronikunternehmen Barco hervor, die nach Ankündigung einer geplanten Abspaltung ihrer Graphics-Einheit rund drei Prozent zulegten. Die zum Einzelhändler GIB gehörende Fast-Food-Kette Quick legte im Zuge von Übernahmespekulationen rund sieben Prozent zu, GIB-Aktien hingegen verbilligten sich um 0,8 %.

Stockholm - OMX-Index im Verlauf behauptet

Der OMX-Index an der Stockholmer Börse machte Eröffnungsverluste wieder wett und notierte gegen Mittag 0,6 % höher auf 1 256 Punkten. Schwergewicht Ericsson pendelte nahezu unverändert auf 160,50 Kronen, die Papiere des finnischen Rivalen Nokia stiegen um 4,5 Kronen auf 408,5 Kronen. Im Pharmabereich kletterten Astra Zeneca um fünf Kronen auf 490,50 Kronen.

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