Verlaufsbericht
Nemax rutscht wegen Nasdaq ins Minus

Artnet, Cycos und Pixelpark konnten trotzdem Gewinne verbuchen.

Reuters FRANKFURT. Der Frankfurter Neue Markt ist nach dem schwachen Nasdaq-Auftakt am Donnerstagnachmittag ins Minus gerutscht. Der alle Werte umfassende Nemax-All-Share-Index ermäßigte sich bis gegen 17.20 Uhr um 1,7 % auf 5356 Punkte. Das Blue-Chip-Barometer Nemax-50 ging um 1,9 % auf 6048 Zähler zurück. Ein Börsianer sagte, dass trotz der Abwärtstendenz am Wachstumssegment das Schlimmste überstanden sein dürfte. In den nächsten Wochen sei mit einer Erholung des Neuen Marktes zu rechnen, auch wenn es keine spektakuläre Sommerrally geben werde, hieß es.

Etwa anderthalb Stunden nach Handelsbeginn in den USA notierte der Nasdaq-Composite-Index 2,7 % im Minus auf 3372 Punkten. Der 30 führende Dow-Jones-Index erhöhte sich dagegen um 0,4 % auf 10 557 Punkte.

Stark gefragt am Neuen Markt waren Artnet.com . Bei hohem Umsatz verteuerten sich die Titel um 17,2 % auf 7,80 Euro. Händler führten den Kursanstieg auf "Stock-Picking" (gezielte Auswahl von Aktien) zurück. Im Zuge der "Hysterie" um Neue-Markt-Unternehmen, die angeblich kurz vor dem Konkurs stünden, seien Artnet in den vergangenen Wochen kräftig unter Druck geraten. Auf dem gegenwärtigen Kursniveau lohne sich offenbar für viele Anleger der Einstieg, hieß es.

Auch Cycos AG fanden sich auf der Gewinnerliste wieder. Die Titel stiegen um mehr als fünf Prozent auf 19,50 Euro, nachdem das Unternehmen bekannt gegeben hatte, mit der deutschen Telephonwerke Aktiengesellschaft & Co. einen Rahmenvertrag über eine Partnerschaft abgeschlossen zu haben.

Die Pixelpark AG teilte mit, im vierten Quartal des Geschäftsjahres 1999/2000 ihren Umsatz um 219 % auf rund 27 Mill. DM gesteigert und die Gewinnzone erreicht zu haben. Der Markt honorierte die Meldung mit einem Plus von mehr als 14 % auf 88,0 Euro.

Die Aktien der Plenum AG ragten ebenfalls auf der Gewinnerseite heraus. Die Papiere legten um mehr als acht Prozent auf 13,17 Euro zu und notierten zeitweilig bei 13,45 Euro. Es habe einen größeren institutionellen Kaufinteressenten am Markt gegeben, sagte ein Händler. Dies habe den Markt angetrieben, hieß es.

Unter Druck standen dagegen H5B5 Media, die um gut 26 % auf 24,0 Euro einbrachten und damit größter Verlierer waren. Das Unternehmen wies im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2000 einen geringeren Umsatz als im Vorjahreszeitraum aus. Der Konzernverlust habe sich auf 737 000 DM von 143 000 DM ausgeweitet, teilte das Medienunternehmen mit.

Die Aktien der Prout AG standen ebenfalls auf den Verkaufslisten der Börsianer. Die Papiere gaben um mehr als acht Prozent auf zehn Euro nach. Mehrere Händler und Analysten konnten sich den Kursrückgang nicht erklären. Sie verwiesen aber darauf, dass die Aktie ein recht marktenger Titel sei, bei dem geringe Umsätze zu Kurssprüngen führen könnten. Die Prout AG hatte am Morgen mitgeteilt, ihren Fehlbetrag im ersten Quartal verringert und den Umsatz gesteigert zu haben.

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