Verlaufsbericht
Schwache Technologiewerte drücken Dax bis auf rund 7 000 Punkte

Die Aktien des Epcos AG sind im Anschluss an die Veröffentlichung ihrer Neunmonatszahlen unter die Marke von 100 Euro gefallen.

dpa FRANKFURT/MAIN. Erheblich unter Abgabedruck stehende Technologieaktien haben den Dax am Donnerstag bis auf ein Niveau von 7 000 Punkten gedrückt. Dazu trugen auch Kursrückschläge der Deutschen Bank bei. Die psychologisch bedeutsame Marke 7 000 erwies sich allerdings als Punkt, unter den der Index aus 30 Standardwerten bis zum Nachmittag nicht fiel. Der Dax stand zuletzt bei 7 000,88 Punkten um 1,57 % schwächer. Gleichzeitig lag der MDax aus 70 Nebenwerten bei 4 828,62 Zählern und damit um 0,31 % fester. Am Neuen Markt gaben die Wachstumswerte im NEMAX 50 (Performance-Index) um 4,38 % auf 5 520,66 Punkte nach.

An den Börsen in Paris und London fielen die Kurse ebenfalls deutlich ab. Der Euro-Stoxx-50-Index der führenden europäischen Titel gab um 1,46 % ab und lag bei 5 017,62 Punkten. Technologiewerte standen auch hier unter Druck.

Besonders die Epcos -Aktien litten unter den Verlusten an der amerikanischen Computerbörse NASDAQ vom Vorabend und gaben um acht Prozent auf 92 Euro nach. Der Markt werde die positiven Neunmonatszahlen erst honorieren, wenn sich die Stimmung für die Branche bessere, sagte ein Händler. Ebenfalls schwach waren die Aktien des Münchener Technologieriesen Siemens mit einem Rutsch um 5 % auf 157,60 Euro. Infineon notierten mit 68,60 Euro um 3,37 % leichter. Mit einem Kursverlust von 2,89 % lag die Aktie des Softwareherstellers SAP bei 238,50 Euro.

Der Kurs der Deutsche-Bank-Aktie sank nach der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen um 2,76 % auf 95,30 Euro. Die Zahlen seien zwar gut, hätten aber "niemanden vom Hocker gerissen", sagte Georg Kanders von der WestLB Panmure. Der Kurseinbruch sei jedoch "nichts Dramatisches", meinte der Analyst: "Das ist normal, wenn die veröffentlichten Zahlen genau die Erwartungen treffen, vorher aber der Kurs gestiegen ist". Die Privatbank Merck Finck & Co. stufte die Deutsche-Bank-Aktie im Anschluss an die Ergebnisse von "Outperformer" auf "Marketperformer" herab. Wegen der innerhalb der Erwartungen ausgefallenen Zahlen, blieb die Bank aber bei ihrem Kursziel von 98 Euro. Die niederländische Bank ABN AMRO erneuerte dagegen ihre Kaufempfehlung für die Aktie. Als Kursziel nannte sie 103 Euro.

"Einer der wenigen Werte, in den sich Anleger noch trauen ist die Preussag-Aktie", sagte ein Händler. Der Titel kletterte als einer der wenigen im Dax um 2,30 % auf 34,71 Euro.

Der Euro fiel im Frankfurter Devisenhandel auf ein neues Zehn- Wochen-Tief. Zuletzt notierte er bei 0,9044 $. Demnach kostete ein $ 2,1627 DM.

Die schwache europäischen Währung belastete den Rentenmarkt, dessen REX-Index um 0,1 % auf 109,10 abgab. Mit einem Kursabschlag von 0,2 % lag der Bund-Future bei 105,44 Zählern. Die Umlaufrendite wurde von der Bundesbank bei 5,27 % (Mittwoch: 5,23) festgestellt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen unverändert belassen. Hauptrefinanzierungsgeschäfte werden künftig weiterhin als variabler Zinstender mit einem Satz von 4,25 % ausgeschrieben, teilte die EZB in Frankfurt mit.

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