Verlegung von Firmensitz kein Thema: Breuer und Kopper: Kein Streit bei Deutscher Bank

Verlegung von Firmensitz kein Thema
Breuer und Kopper: Kein Streit bei Deutscher Bank

Der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Rolf Breuer, und der Aufsichtsratsvorsitzende Hilmar Kopper haben am Mittwoch Berichte über einen Streit im Führungsgremium von Deutschlands größtem Geldhaus zurückgewiesen. "Es gibt keinen Streit im Vorstand", sagte Breuer am Mittwoch am Rande einer Veranstaltung in Frankfurt. Zudem wies er Spekulationen zurück, die Deutsche Bank könne ihren Firmensitz aus Frankfurt weg verlegen.

Reuters FRANKFURT. "Ich dementiere zum wiederholten Mal, dass wir Pläne hätten, den Sitz und Kernkompetenzen außerhalb der deutschen Grenzen zu verlegen." Kopper bekräftige ebenfalls, dass die Zentrale in Frankfurt bleibe. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte am Mittwoch berichtet, im Vorstand werde offen gekämpft.

Anlass für die Auseinandersetzung seien in der Vergangenheit bereits mehrfach aufgekommene Spekulationen über angebliche Pläne des designierten Breuer-Nachfolgers Josef Ackermann, hieß es. Diesen zufolge soll die Bank künftig von einem Chief Executive Officer (CEO) anstelle eines Vorstandssprechers geführt werden. Dies würde die Stellung des Vorstandschefs gegenüber seinen Führungskollegen deutlich stärken. Bislang hat die Bank einen Vorstandssprecher, der im Leitungsgremium als Führungsperson unter Gleichen agiert.

Die Zeitung hatte außerdem die Spekulation aufgefrischt, Ackermann wolle nach seinem Amtsantritt wesentliche Teile der Bank, die noch nicht in London oder New York angesiedelt seien, dorthin verlagern.

Ackermann werde bei seinen Plänen von Aufsichtsratschef Hilmar Kopper unterstützt, hatte es weiter geheißen. Die Position eines CEO stehe zwar dem deutschen Aktiengesetz entgegen, doch mache sich Kopper im Bundeskanzleramt für eine Änderung des Gesetzes ebenso stark, wie der Unternehmensberater Roland Berger.

Kopper wies am Mittwoch im Fernsehsender n-tv den Zeitungsbericht ebenfalls zurück. Es gebe keine Differenzen im Vorstand der Bank. Die Zentrale werde in Frankfurt bleiben und Rolf Breuer werde nach dem Ende seiner Amtszeit als Vorstandschef im Mai sein Nachfolger an der Spitze des Aufsichtsrates. Bei einer Veranstaltung in Berlin hatte Kopper zuvor gesagt: "Besser als die Stimmung in der Bank ist, kann sie gar nicht sein."

Gerüchte über Pläne der Deutschen Bank, wichtige Funktionen nach London oder New York zu verlagern, waren in der Vergangenheit immer wieder aufgekommen. Zuletzt hatte die Bank am Wochenende dementiert, dass die Verwaltungseinheit "Corporate Center" nach London verlegt werden solle.

Die Aktie der Deutschen Bank notierte am Abend in einem schwachen Gesamtmarkt 2,36 % im Minus bei 74,95 ?.

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