Verletzungssorgen im Volleyballteam
Kleiner Bahnhof - große Ziele

Die deutsche Olympia-Mannschaft ist am Dienstag in Frankfurt offiziell zu den Sommerspielen in Athen verabschiedet worden. In die guten Wünsche mischten sich aber weitere Hiobsbotschaften. Nachdem am Montag mit Springreiter Marcus Ehning aus Borken und seinem Erfolgspferd For Pleasure ein Gold-Kandidat den Olympia ad-Start acta legen mussten, droht nun der nächste Ausfall eines Medaillenkandidaten: Triathlet Daniel Unger muss sehr wahrscheinlich auf einen Start in Athen verzichten.

HB FRANKFURT/MAIN/ATHEN. Auf seiner Homepage teilte der EM-Dritte Unger mit, dass er am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt sei. "Es würde mich überraschen, wenn er doch noch teilnehmen könnte", erklärte der deutsche Olympia-Chefarzt Wilfried Kindermann am Dienstag.

Die Deutsche Triathlon-Union (DTB) wollte eine Absage noch nicht bestätigen, kündigte aber für Mittwoch eine Entscheidung an. In den vergangenen Tagen hatten bereits Ungers Wittener Vereinskollegin Christiane Pilz und Hochspringerin Daniela Rath (Leverkusen) ihre Olympia-Teilnahme wegen Verletzungen absagen müssen.

Als Ersatzmann für den 26-jährigen Unger käme als einziger Sebastian Dehmer in Frage. Der U23-Weltmeister aus Griesheim hat mit einem vierten Platz beim Weltcup im April in Mexiko die Olympia-Norm erfüllt. Bei Unger hatte sich die Erkrankung bereits Ende Juli angekündigt, als er trotz eines vorherigen Höhentrainingslagers in Frankreich beim Weltcup in Manchester erschöpft aufgeben musste.

Auf dem Frankfurter Flughafen gab derweil die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Ute Vogt, in Vertretung von Minister Otto Schily rund 60 Sportlern und 45 Betreuern den Wunsch mit auf den Weg, "dass wir noch mehr Medaillen als in Sydney holen und uns ein Platz ganz vorn in der Nationenwertung gelingt".

Drei Tage vor der Eröffnungsfeier der XXVIII. Olympischen Spiele beherrschten Optimismus und Medaillenträume die Stimmung unter den in Beige, Apricot und Weiß gekleideten Athleten. Um 12.55 Uhr hob das Team mit dem Linienflug LH 3382 in die griechische Metropole ab. Zuvor hatte sich der Tross bei "griechischen" Temperaturen von 33 Grad mit Häppchen und Schnittchen aus der Küche des Gastgeberlandes auf die Medaillenjagd eingestimmt.

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