Verlierer der Vorwoche führten Gewinnerliste an
Deutliche Kursgewinne an den US-Aktienmärkten

Aufatmen an den New Yorker Aktienmärkten. Endlich geht es wieder aufwärts. Die schlechteste Handelswoche seit 1933 hinter sich, konnte der Dow Jones Index am Montag den fünftgrößten Gewinn seiner Geschichte verbuchen.

wsc NEW YORK. Das Börsenbarometer der 30 US-Standardwerte legte 368 Punkte oder 4,47 % zu und notiert bei 8 603,86 Punkten. Der technologie-lastige Nasdaq-Index gewann 75,8 Punkte oder 5,33% und notiert mit 1 499 Punkten denkbar knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 1 500 Punkten. Die jedoch werden die Händler zur Zeit gar nicht brauchen, die Rally am ersten Handelstag der Woche dürfte Ansporn genug gewesen sein, einen gut Teil der "roten Woche" in den nächsten Tagen wieder wett zu machen.

Die Zuversicht kehrte am Montag in die Märkte zurück. Die Verlierer der vergangenen Handelswoche standen am Montag auf der Gewinnerliste - Schnäppchenjäger waren aktiv. Zu den größten Gewinnern gehörten entsprechend die Papiere der Airlines, der Netzwerk-Provider und Chiphersteller, der Transportunternehmen sowie die Aktien aus dem Hard- und Software-Bereich. Cisco , Oracle , Sun Microsystems, Dell und Intel konnten am meisten zulegen, auch Boeing freute sich über Kursgewinne. American Airlines gewann 6,7 % und notiert bei 30,20 Dollar, United Airlines legte um 5,4 % auf 18,06 Dollar zu.

Dagegen mussten die Glückskinder der vergangenen Woche heute Punkte abgeben. McDonalds brach um 1,3 % ein und notierte bei Handelsschluß bei 26,22 Dollar. Die schlechten Nachrichten und pessimistische Analystenkommentare konnten den Märkten zum Wochenauftakt aber unterm Strich nichts anhaben. Mehrere Brokerhäuser hatten ihre Prognosen und Kursziele für einige Aktien reduziert, doch die Händler hatten offensichtlich erkannt, "dass die Verkäufe der vergangenen Woche zu emotional waren", wie es ein Broker von Merrill Lynch beschrieb.

Verlierer am Montag waren unter wenigen anderen die Ölkonzerne. Lediglich Exxon konnte leichte Gewinne einstecken, nachdem ein kleines Analystenhaus den Konzern von "kaufen" auf "aggressiv kaufen" aufgewertet hatte. Der Energiekonzern Conoco räumte hingegen schon vor Handelsbeginn ein, dass man die Gewinnerwartungen für das dritte Quartal nicht einhalten könne. Der Preis der Aktie fiel im Tagesverlauf um fast zehn Prozent und notiert bei 24,65 Dollar.

Die Anleger wollten zum Wochenauftakt lieber die Worte von Abby Cohen, Chefanalystin bei Goldman Sachs, hören. Die Expertin stuft den Aktienanteil in den Musterportfolios zum Wochenauftakt um fünf Prozent auf 75 Prozent auf. Auch wenn die kurzfristigen Zinsen weiter sinken sollten, dürften Aktien besser als Anleihen abschneiden. Die neue Gewichtung in den Portfolios lautet: 75 % Aktien, 22 % Anleihen, drei Prozent Rohstoffe. Aktien seien schlichtweg unterbewertet und sollten auch von den Bemühungen der Regierung, die Dauer und Tiefe der Wirtschaftsflaute zu limitieren, profitieren. Unternehmen haben wiederum verstärkt den Rückkauf eigener Aktien gemeldet und Investoren sitzen auf reichlich Cash. Auch wenn der Aktienmarkt vergangene Woche deutlich schwächer tendierte, verzeichnete das Bankensystem keine operativen Schwierigkeiten - eine echte Leistung! Cohen hat in der aktuellen Studie bewusst eine sehr niedrigere Messlatte für die Ertragsaussichten des S&P 500 Index angesetzt. Basierend auf diesen Prognosen, hat der S&P 500 Index auf Sicht von zwölf Monaten ein Kursziel von 12 50 bis 1 400 Punkten. Am Freitag schloss der Index bei 965,80 Punkten.

Rückenwind erhielten die Märkte am Montag außerdem durch einen Bericht des Anlegermagazins "Barron´s". Der Aktienmarkt sei zu 17 % unterbewertet, heißt es dort in einem Bericht.

Am Dienstag dürften sich die Aktionen auf dem Parkett ganz um das Konsumentenvertrauen der Amerikaner drehen. Die aktuellen Zahlen werden am Mittag veröffentlicht, und von ihnen hängen Gewinne und Verluste zahlreicher Branchen ab.

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